Millionenschaden am Bodensee Oldtimer-Sammlung geht in Flammen auf – Ferrari und Porsche zerstört

Von jka 

Ein Feuer in einer Lagerhalle in Langenargen am Bodensee hat eine Oldtimer-Sammlung zerstört. Der Schaden beläuft sich laut Schätzungen auf über zwei Millionen Euro.

Sicht von der Drehleiter auf den Brand: Hier geht die Oldtimer-Halle in Flammen auf. Foto: Kreisfeuerwehrverband Bodenseekreis 6 Bilder
Sicht von der Drehleiter auf den Brand: Hier geht die Oldtimer-Halle in Flammen auf. Foto: Kreisfeuerwehrverband Bodenseekreis

Langenargen - Eine Garage voller Oldtimer ist in der Nacht zum Mittwoch in Langenargen am Bodensee niedergebrannt. In der Halle standen rund 15 Oldtimerfahrzeuge, wie eine Polizeisprecherin sagte. Auch etliche im Freien abgestellte Fahrzeuge wurden durch Feuer und Hitzestrahlung beschädigt – der Schaden wird von der Polizei auf über zwei Millionen Euro geschätzt.

Ferrari im Wert von 150.000 Euro

Wie der „Südkurier“ berichtet, gehört die Halle Wolfgang Böhme, der jahrelang als Fahrer in einer Renngemeinschaft in Friedrichshafen aktiv war. In der Halle auf dem Gelände eines Sägewerks hatte Böhme Klassik-Fahrzeuge untergebracht, die verkauft werden sollten.

Auf seiner Homepage findet sich unter anderem ein Ferrari Testarossa zu einem Preis von rund 150.000 Euro, ein MG MGA Cabrio und Coupe aus dem Jahre 1957 und 1958 sowie ein Citroen B14-Oldtimer aus dem Jahre 1925. Auch ein Porsche 911 G-Modell Coupe aus dem Jahre 1988 mit einem Preis für rund 66.000 Euro ist auf der Verkaufsliste angegeben.

Keine Chance für die Einsatzkräfte

Was war in der Nacht passiert? Die Freiwilligen Feuerwehren Langenargen und Kressbronn wurden gegen 23.30 Uhr wegen eines Fassadenbrandes an dem Gebäude in der Sägestraße alarmiert. Den Einsatzkräften war am Einsatzort angekommen schnell klar, dass der größte Teil der Lagerhalle bereits in Brand stand. Zur Unterstützung musste ein Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Friedrichshafen angefordert werden.

Dennoch hatten die Einsatzkräfte keine Chance, die in der Halle abgestellten Fahrzeuge zu retten. Um 2 Uhr nachts war der Brand weitgehend gelöscht, die Nachlöscharbeiten zogen sich noch bis in die Morgenstunden. Die Feuerwehren war mit insgesamt 65 Feuerwehrleuten im Einsatz.