Harte zwei Wochen für Mineralwasserfans: Seit Montag haben die drei städtischen Mineralbäder Leuze, Berg und Solebad Cannstatt zu. Für alle drei Bäder gilt: „Das Bad bleibt wegen des Umbaus der Kassenanlage vom 24. März bis einschließlich 6. April geschlossen.“ So steht es auf den Homepages der städtischen Bäder. Hinweistafeln in den Bädern weisen Besucherinnen und Besucher seit zwei Wochen auf die Baumaßnahmen hin. Konkret geht es „um die Einführung eines modernen und zuverlässigeren Kassen- und Zutrittskontrollsystems“, wie Jens Böhm, Sprecher der Stuttgarter Bäder, erklärt. Mit dem neuen System gehe man „einen großen Schritt in Richtung Zukunft“.
Gemeint sind damit „intuitiv zu bedienende moderne Kassenautomaten“, die weniger störanfällig sein sollen. Mit neuen Zutrittsbändern statt Coins könnten dann an zusätzlichen Infoterminals in den Umkleidebereichen die Schranknummern und die verbleibende Badezeit angezeigt werden. In vielen Bädern ist dies seit Langem Standard. Stuttgart zieht hier nach und will zugleich die Voraussetzung für weitere „digitale Services“ in der Zukunft schaffen, die beispielsweise die Schlangenbildung verringern sollen, wie Böhm betont.
Auch die Hallen- und Freibäder erhalten ein neues Kassensystem
Der bauliche Aufwand dafür ist beträchtlich. In den drei Mineralbädern müssen mehr als 2500 Schrankschlösser getauscht und neue Drehkreuzanlagen und Lesegeräte eingebaut werden. Auf die Frage, warum der Umbau der Kassenanlagen nicht zeitversetzt erfolgen kann, erklärt der Sprecher, die Anlagen hingen miteinander zusammen und liefen alle über dasselbe System. Deshalb müsse der Umbau zeitgleich erfolgen.
Anders verhält es sich mit den 13 anderen städtischen Bädern. Auch dort werde das neue Kassensystem eingeführt, kündigt Böhm an: „In den Freibädern bewältigen wir die Umstellung vor dem Saisonstart, und in den Hallenbädern läuft bis zur Sommerschließung das alte System im Notbetrieb.“
Die Schließzeit wird auch für Revisionsarbeiten genutzt
Kleiner Trost für alle Stammgäste: Im Leuze finden laut Böhm parallel zum Umbau der Kassenanlagen die jährlichen Revisions- und Wartungsarbeiten statt. Auch im Solebad Cannstatt und Mineralbad Berg werde die Schließzeit für Ausbesserungsarbeiten und Reinigungsarbeiten genutzt sowie den Austausch technischer Geräte. Im Fall des Mineralbads Berg betrifft das die Pumpanlage. Seit Längerem gibt es dort Probleme. Aus „technischen Gründen“ musste immer wieder die Wassertemperatur im Warmbecken, Innenbecken sowie im Bewegungsbad abgesenkt werden. In den Duschen kam es zu „vereinzelten Warmwasser-Ausfällen“. Das soll der Vergangenheit angehören.