Mineralwasser im Test Uran in Südwest-Wasser schädlich? Produzent widerspricht

Stiftung Warentest hat  Mineralwasser untersucht. Foto: imago images/CHROMORANGE/CHROMORANGE / Antonio Gravante via www.imago-images.de
Stiftung Warentest hat Mineralwasser untersucht. Foto: imago images/CHROMORANGE/CHROMORANGE / Antonio Gravante via www.imago-images.de

Stiftung Warentest nimmt 31 Medium-Wässer unter die Lupe. Im Test landet ein Mineralwasser aus Baden-Württemberg auf dem letzten Platz – wegen eines erhöhten Uran-Werts. Das Unternehmen nimmt daraufhin Stellung.

Digital Unit: Julian Kares (jka)
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Stuttgart - Die Wertung über ein Mineralwasser aus Baden-Württemberg schlägt hohe Wellen. Stiftung Warentest hat 31 Medium-Wässer unter die Lupe genommen. Das Wasser Naturpark Quelle aus Mainhardt in Baden-Württemberg landet auf dem letzten Platz (Note 3,5). Dabei bekommt das Wasser in den Kategorien Geschmack, mikrobiologische Qualität, Verpackung, und Deklaration jeweils die Note 2.

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Der Grund für die Abwertung liegt im Test der kritischen Stoffe: Stiftung Warentest stellte 13 Mikrogramm Uran pro Liter in dem Wasser fest. Dazu der Hinweis der Tester: Ein Erwachsener mit 60 Kilogramm schöpft mit dem Verzehr von zwei Litern des Wassers die täglich tolerierbare Menge an Uran zu 72 Prozent aus. Uran könne die Nieren schädigen, wird im Bericht angemerkt. Speziell gegen diesen Zusatz wehrt sich jetzt die Aqua Römer GmbH & Co. KG, die das Wasser Naturpark Quelle Medium als Marke führt. Es gebe keinen gesundheitlichen Schaden durch geringe Mengen Uran im Mineralwasser, so Aqua Römer.

Urangehalt unterliegt natürlichen Schwankungen

Sie verweisen in einer Stellungnahme auf eine Studie der Universitätsklinik Ulm. Diese sage aus, dass die Niere nicht durch Uran, das im Boden vorkommt, geschädigt werde. Dazu der Hinweis, dass die Weltgesundheitsorganisation den empfohlenen Grenzwert für Uran in Wasser bei 30 Mikrogramm pro Liter sieht. Einen gesetzlichen Grenzwert in Deutschland gibt es nicht.

Gemäß der Mineral- und Tafelwasserverordnung darf Mineralwasser weder aufbereitet noch gereinigt werden. Deshalb gibt es in Deutschland strenge Kontrollen. Nun legt das Unternehmen die eigens getesteten Uran-Werte offen, die niedriger sind als im Test. In der Stellungnahme heißt es, das Wasser werde nach gesetzlichen Bestimmungen und von externen unabhängigen Laboren und Instituten sowie von Gesundheitsbehörden kontrolliert. Diese regelmäßigen Tests würden einen Uran-Gehalt zwischen 9 und 11 Mikrogramm pro Liter aufweisen. Der Urangehalt in Mineralwässern habe natürliche Schwankungen, merkt das Unternehmen an. Und der Zusatz für beunruhigte Wassertrinker: „Uran klinge bedrohlich, komme aber von Natur aus im Boden vor“.

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