Mit Kunst für mehr Solidarität "schoen.solidarisieren": Ein Projekt im Zeichen der Menschlichkeit

Mit ihrem Projekt @schoen.solidarisieren unterstützen die beiden Schwestern Lucie und Karla gemeinnützige Organisationen nach allen Regeln der Kunst.  Foto: Lucie Wagner
Mit ihrem Projekt @schoen.solidarisieren unterstützen die beiden Schwestern Lucie und Karla gemeinnützige Organisationen nach allen Regeln der Kunst. Foto: Lucie Wagner

Gemeinsam haben Lucie und Karla das Projekt @schoen.solidarisieren ins Leben gerufen. Ihre Idee: Selbstgemachte Objekte verkaufen und den Erlös an gemeinnützige Organisationen spenden. 

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Stuttgart – „alles für alle“ lässt der Schriftzug auf einer Stofftasche verlauten. Genäht und bestickt von Lucie und Karla, zwei Schwestern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, handgefertigte Objekte zu verkaufen und den Erlös anschließend an ausgewählte gemeinnützige Organisationen zu spenden.

Solidarität als Antwort auf humanitäre Missstände

Die Idee, Spenden für gemeinnützige Organisationen zu sammeln, kam den beiden Schwestern um die Weihnachtsfeiertage. „Wir saßen zusammen und haben einen Bericht über das Flüchtlingslager Kara Tepe auf Lesbos gelesen und dachten: Wir können nicht länger einfach nur zuschauen. Wir wollen etwas dagegen tun!“, erklärt Kunst- und Politikwissenschaftsstudentin Lucie.

Die Antwort auf die Frage nach dem „Was?“ war schnell gefunden: „Uns beide verbindet der Spaß am künstlerischen Schaffen – wir nähen, wir schreiben, wir zeichnen und wir stellen Objekte aus Keramik her“, so Lucie. Schnell war klar, dass Karla und sie Dinge herstellen, sie via Storysale auf Instagram verkaufen und mit dem Erlös Hilfsorganisationen bei ihrer Arbeit unterstützen.

Ein Storysale im Zeichen der Nächstenliebe

Für ihren ersten Storysale nähten und bestickten die beiden 20 Stofftaschen mit Schriftzügen wie „stay soft“ oder „alles für alle“. Jeder Storysale soll künftig eine andere Hilfsorganisation unterstützen. Für die erste Verkaufsrunde wählten die beiden die Hilfsorganisation Seawatch aus, die sich der zivilen Seenotrettung im Mittelmeer verschrieben hat.

Das Fazit des ersten Verkaufs? Ein voller Erfolg: „Nach einer knappen Stunde waren alle Taschen verkauft. Keinen Tag später hatten alle ihre Tasche bezahlt und wir konnten insgesamt rund 300€ an Seawatch spenden“, resümiert Lucie. Nach einer gelungenen Feuertaufe wird der nächste Termin schon bald auf dem Instagram-Account der beiden bekanntgegeben.

Ein Projekt mit Symbolcharakter

Neben dem Verkauf ist den Schwestern vor allem auch der symbolische Charakter ihres Projekts wichtig. „Nicht alle unsere Follower:innen werden unsere Produkte kaufen, aber wir hoffen, dass wir damit auf Missstände aufmerksam machen können und ein Bewusstsein dafür schaffen, wie wichtig es ist, sich in irgendeiner Form zu engagieren“, so die beiden. „Eine Followerin hat uns sogar geschrieben, dass sie sich erst durch unseren Instagramkanal mit der Lage in Kara Tepe auseinandergesetzt hat und deshalb Geld an Seawatch spenden wird, auch wenn sie keine Tasche mehr ergattern konnte – und genau aus diesem Grund machen wir das!“

Plattform und Netzwerk für Solidarität

Dass das Projekt bei Follower:innen so gut angenommen werden würde, damit haben die beiden Schwestern nicht gerechnet. „Wir haben uns sehr über die vielen Follower:innen gefreut, aber was wir wirklich nicht erwartet hätten, waren all die lieben Nachrichten, Reposts und die Nachfragen, wie man uns unterstützen könne“, so Lucie. In Zukunft wäre es denkbar, auch anderen Künstler:innen mit @schoen.solidarisieren eine Plattform zu bieten, die ihre Arbeit für einen guten Zweck verkaufen möchten. „Es war ein richtig empowerndes Gefühl, dass Instagram so ein schöner, solidarischer Ort sein kann. Wir freuen uns schon auf all die Zusammenarbeit, die noch kommt!“




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