Zwei Männer sprechen eine 87-Jährige auf einem Renninger Parkplatz an. Erst geben sie sich hilfsbereit, dann erzählen sie ihr eine rührselige Geschichte von einer kranken Mutter in Ungarn. Als die ältere Dame in der Bank Geld für die Männer abheben will, schaltet sich eine Zeugin ein.

Renningen - Eine aufmerksame Bankkundin hat am Dienstagmittag eine 87 Jahre alte Frau davor bewahrt, mehr als 1000 Euro an zwei Betrüger zu verlieren. Wie die Polizei berichtet, hatte die Seniorin sich zunächst auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarkts in der Bahnhofstraße in Renningen befunden.

Da sie wohl Schwierigkeiten hatte, ihren Einkauf in ihren PKW zu verstauen, bat ihr ein Fremder seine Hilfe an. Dieser berichtete der 87-Jährigen dann, dass er und sein ihn begleitender Sohn aus Ungarn stamme, wo die Mutter sich einer teuren Operation habe unterziehen müssen und man nun kein Geld habe, um zurück nach Ungarn zu reisen.

Zeugin wittert Straftat

Die hilfsbereite Frau wollte die beiden 33 und 19 Jahre alten Männer mit Bargeld unterstützen und überreichte zunächst einen dreistelligen Betrag. Darüber hinaus wollte sie jedoch weiteres Bargeld bei einer Bankfiliale abheben. Dort bekam eine weitere Bankkundin das Vorhaben der Seniorin mit. Diese witterte eine Straftat und alarmierte gegen 12.30 Uhr die Polizei.

Die Beamten des Polizeipostens Renningen trafen die beiden 19 und 33 Jahre alten Tatverdächtigen, die weder aus Ungarn stammen, noch Vater und Sohn sind, in einem PKW vor der Bank an. Den Polizisten erzählten die Männer an, dass sie auf „Mama“ warten würden. Damit meinten sie die von ihnen angesprochene Seniorin. Die ältere Dame befand sich zu diesem Zeitpunkt noch in der Bankfiliale. Die Polizisten verhinderten durch ihr Eingreifen eine weitere Bargeldübergabe. Das bereits ausgehändigte Bargeld stellten die Beamten sicher. Die Ermittlungen wegen Betrugs dauern an.

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