Mittelalter- und Weihnachtsmarkt Esslingen dreht wieder die Uhr zurück

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Beim diesjährigen Mittelalter- und Weihnachtsmarkt vom 26. November bis 22. Dezember erwarten die Organisatoren rund eine Million Besucher. Angesicht zahlreicher Baustellen in Esslingen gibt es einen guten Rat der Organisatoren.

Die Mischung aus Kulturprogramm und Mittelalter-Atmosphäre lockt jedes Jahr die Massen in die Esslinger Altstadt. Foto: /Horst Rudel
Die Mischung aus Kulturprogramm und Mittelalter-Atmosphäre lockt jedes Jahr die Massen in die Esslinger Altstadt. Foto: /Horst Rudel

Esslingen - Am 26. November beginnt in Esslingen die sechste Jahreszeit.“ Michael Metzler, der Chef der Esslinger Stadtmarketing und Tourismus Gesellschaft (EST), ist voller Vorfreude. Denn der Esslinger Mittelalter- und Weihnachtsmarkt, der am letzten Novemberdienstag beginnt, ist das absolute Leuchtturmprojekt der EST – und soll auch in diesem Jahr bis zu einer Million Besucher in die Esslinger Altstadtgassen locken. „Wir drehen die Uhren wieder um mehrere hundert Jahre zurück und lassen unsere Gäste ins Mittelalter eintauchen“, verspricht Michael Metzler.

In diesem Jahr vier Wochenenden

Die Voraussetzungen dafür sind in diesem Jahr zumindest terminlich gut: Anders als in den beiden Vorjahren findet das Spektakel nicht nur an drei, sondern an vier Wochenenden statt. Zudem ist der Markt mit 27 Tagen vergleichsweise lang.

Problematischer ist da schon die verkehrliche Anbindung. Wegen der Großbaustelle auf der Vogelsangbrücke steht dort den Autofahrern nur eine Spur in jede Richtung zur Verfügung. Umso dringlicher ist der Appell des Esslinger Ordnungsamtschefs Gerhard Gorzellik: „Wer nach Esslingen kommt, sollte unbedingt mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen oder, wenn möglich, das Rad nutzen oder zu Fuß kommen.“ Wer überhaupt nicht auf sein Auto verzichten mag, kann an den Wochenenden die ausgeschilderten Park-and-Ride-Plätze bei Daimler in Mettingen und bei Eberspächer in Oberesslingen ansteuern und von dort die Shuttlebusse direkt zum Mittelalter- und Weihnachtsmarkt nehmen.

Behutsame Weiterentwicklung des Konzepts

Auf dem Markt selbst erwarten die Besucher eine behutsame Weiterentwicklung des bewährten Konzepts. Im Mittelpunkt steht das vielfältige Kulturprogramm mit einigen neuen Künstlern. Es gibt jede Menge Workshops, etwa ein Baumwesen-Seminar und eines zur Intuitiven Heilpflanzenkunde. Ebenso eine Falknershow samt Bogenschießturnier am zweiten Adventswochenende auf der Burg, ein Mittelalterkonzert, dieses Mal mit der Gruppe Krless am 8. Dezember im Münster St. Paul, den Fackelumzug, der in diesem Jahr bereits am 19. Dezember hoch zur Burg führt und das historische Tanzfest einen Tag später in der Schickhardt-halle des Alten Rathauses.

Zu den 170 Ständen, die sich beim Weihnachts- und Mittelaltermarkt über den Markt- und Rathausplatz, den Hafenmarkt und den Fischbrunnenplatz verteilen, kommen am Wochenende noch einmal 40 Stände des Adventsmarkts in der Ritterstraße hinzu. Wichtig ist es Cornelia Pfeiffer, die seit Jahren bei der EST das Markttreiben organisiert, dass die Besucher auf ein abwechslungsreiches und qualitativ hochwertiges Angebot stoßen.

Ein Fachwerkbau entsteht

Auch für Kinder gibt im Bereich hinter dem Neuen Rathaus wieder eine interaktive Spielelandschaft. Unter anderen wird dort der Zimmermann Ludwig Flittert mithilfe des Nachwuchses seine im vergangenen Jahr begonnene Arbeit an einem kleinen Fachwerkbau fortsetzen. Nun werden die Wände mit Riegeln sowie Kopf- und Fußbändern fertiggestellt, der Dachstuhl errichtet und schließlich der Dachgiebel verziert. Dazu bietet Flittert Tageskurse für große und kleine Handwerker an. Erlebnisführungen, kostenlose Kinderführungen und Erzählstunden im neuen Märchenzelt runden das umfangreiche Angebot des diesjährigen Mittelalter- und Weihnachtsmarkts ab.