Der Bundesligist hat einige Wochen auf seinen Schlüsselspieler verzichten müssen. Dennoch lässt der Trainer einen möglichen Einsatz am Sonntag in Gladbach offen.
Bilal El Khannouss steckt die Finalniederlage mit Marokko im Afrikacup noch in den Knochen. Mit 0:1 ging die Partie gegen den Senegal nach Verlängerung verloren – doppelt bitter für den Nordafrikaner in Diensten des VfB Stuttgart, weil es sich um ein Heimturnier handelte und der Titel in Rabat so nah war. Dennoch glaubt Sebastian Hoeneß, dass El Khannouss mit dieser emotionalen wie sportlichen Enttäuschung umzugehen weiß. „Ich habe ihn so kennengelernt, dass er den Moment findet, um wieder positiv nach vorne zu schauen“, sagte der Trainer vor dem Europa-League-Spiel des Fußball-Bundesligisten an diesem Donnerstag (21 Uhr/RTL) gegen die AS Rom.
In der italienischen Hauptstadt muss der VfB weiter ohne El Khannouss auskommen, da der Offensivspieler im Europacup gelbgesperrt ist. Am Freitag wird der 21-Jährige dann wie die Mannschaft in Stuttgart zurückerwartet. Damit könnte El Khannouss am Sonntag (15.30 Uhr) in der Partie bei Borussia Mönchengladbach wieder in das VfB-Trikot schlüpfen. „Ich gehe davon aus, dass wir uns am Samstag auf dem Trainingsplatz das erste Mal in diesem Jahr sehen“, erklärte Hoeneß, der sich während der Zeit des Afrikacups und in den Tagen danach mit dem torgefährlichen Mittelfeldmann im Austausch befand.
Doch ein Selbstläufer ist die sofortige Rückkehr von El Khannouss in die Stuttgarter Startelf nicht. „Das ist nicht ausgeschlossen, aber das müssen wir natürlich sehen, wenn wir wieder zusammenkommen“, ließ sich Hoeneß alle Optionen offen. Der Trainer will sich erst ein Bild von der Verfassung seines bisherigen Stammspielers machen – mental und körperlich. „Wie sich jeder vorstellen kann, war das eine schwere Niederlage für ihn“, sagte Hoeneß, „aber wie er mir bereits versichert hat, freut er sich, jetzt nach Stuttgart zu kommen, um die Saison mit uns zu Ende zu spielen.“ Möglichst erfolgreich natürlich.