Mittelfeldspieler des VfB Yannik Keitel steht vor einem Abschied auf Zeit

Yannik Keitel, hier im Testspiel in Großaspach Anfang September, wird den VfB im Winter sehr wahrscheinlich per Leihgeschäft verlassen. Foto: Baumann/Julia Rahn

Beim VfB kommt Yannik Keitel in dieser Saison bislang auf null Einsatzminuten. Nun soll eine Leihe im Winter neuen Schwung in die Karriere bringen. Das Ausland ist dabei eine Option.

Sport: Heiko Hinrichsen (hh)

Der Muskelbündelriss im Oberschenkel, der ihn zuletzt lange Zeit zurückgeworfen hatte, er ist ausgeheilt. Daher kann Yannik Keitel körperlich wieder Vollgas geben – und macht sich derzeit an der Seite eines persönlichen Athletiktrainers in seiner südbadischen Heimat, der Region Freiburg, fit für die zweite Saisonhälfte.

 

Dabei zeichnet sich schon jetzt ab, dass Keitel zum Trainingsstart des VfB Stuttgart am 3. Januar 2026 zwar den Fitnesslevel haben wird, um am Mannschaftstraining der Elf von Trainer Sebastian Hoeneß teilnehmen zu können. Die Frage ist allerdings dennoch, ob es noch dazu kommen wird: Denn die Zeichen zwischen dem Spieler Yannik Keitel, der im Sommer 2024 ablösefrei vom SC Freiburg zum VfB kam und der in Bad Cannstatt noch einen Vertrag bis 2028 besitzt, sie stehen zunächst einmal auf Trennung. Es ist ein Abschied auf Zeit.

So kristallisiert sich immer deutlicher heraus, dass der defensive Mittelfeldspieler dem VfB mindestens bis zum Saisonende nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Schließlich sind die Planungen einer Leihe des 25-Jährigen zu einem anderen Club schon sehr weit fortgeschritten. So arbeitet man an einem Absprung vom VfB auf Zeit. Ein Transfer per Leihe für ein halbes Jahr zu einem Erstligisten im Ausland erscheint dabei die oberste Option. Aber es könnte auch die zweite deutsche Bundesliga werden.

Gegen Bern schießt Keitel in der Champions League ein Tor. Das freut auch den Trainer Sebastian Hoeneß. Foto: Pressefoto Baumann

Auf diese Art und Weise soll die Karriere des Sechsers wieder neuen Schwung erhalten, der in dieser Spielzeit bisher auf null Einsatzminuten für den VfB in Bundesliga, Pokal und Europa League kommt. Das hat auch bei den Stuttgartern niemanden glücklich gemacht. In der Vorsaison waren es immerhin noch elf Teileinsätze allein in der Bundesliga – sowie vier in der Champions League. Wobei Keitel beim 5:1 über die Young Boys Bern sogar ein Tor gelang.

Doch inzwischen sind neben den beiden Stammkräften aus der vergangenen Runde, Angelo Stiller und Kapitän Atakan Karazor, auch der Neuzugang Chema sowie Nikolas Nartey an Keitel vorbeigezogen. Im Ringen um einen der beiden Plätze auf der Doppel-Sechs ist der Blondschopf in der Gunst von Trainer Sebastian Hoeneß, auf dessen Wunsch Keitel im Sommer 2024 nach Stuttgart gekommen war, aktuell nur noch die Nummer fünf der internen Hierarchie. Ohne Aussichten, regelmäßig zu spielen.

Daher nun das Umdenken bei dem ehemaligen U21-Nationalspieler, der bereits 75 Bundesligaspiele absolviert hat. Schließlich hatte es bereits im Sommer die Möglichkeit für Yannik Keitel gegeben, sich per Leihe dem Zweitligisten 1. FC Nürnberg anzuschließen. Doch damals entschied man sich noch für einen Verbleib beim VfB. Wollte noch einmal angreifen. Ein Plan, der nach zwei Einsätzen unter Trainer Nico Willig im Drittligateam des VfB II gegen Jahn Regensburg und den SSV Ulm Ende Oktober letztlich auch von der Oberschenkelverletzung durchkreuzt wurde.

Nun soll die Leihe frischen Schwung bringen. Auch in der Hoffnung, anschließend beim VfB mit Blick auf die Vertragslaufzeit bis Sommer 2028 nochmal neu durchzustarten.

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