Eine Schulsozialarbeiterin berichtet über einen Mobbing-Fall an einer Stuttgarter Grundschule, bei dem Eltern die Probleme auf dem Schulhof noch verschärft haben – und appelliert an alle Mütter und Väter.

Familie/Bildung/Soziales: Viola Volland (vv)

Streit auf dem Schulhof ist normal. Wenn ein Kind mal nicht mitspielen darf, dann sei das noch kein Mobbing, betont Luise Müller (Name geändert), eine erfahrene Schulsozialarbeiterin an zwei Stuttgarter Grundschulen. Anders war es bei dem Fall, um den es im Folgenden gehen wird. Ein Viertklässler sei über Monate von Klassenkameraden systematisch geärgert worden. Raffael, wie er hier heißen soll, sei zwar auch in den unteren Klassenstufen nie besonders gut integriert gewesen, aber im letzten Schuljahr auf der Grundschule sei es eskaliert. Bis er irgendwann nicht mehr in die Schule kommen wollte.