2018 beschwerten sich im Buckingham Palace Mitarbeiter über Herzogin Meghan. Der Fall zog eine interne Untersuchung nach sich. Im Palast soll es Reformen geben – welche, verrät das Königshaus nicht.

Digital Unit : Theresa Schäfer (the)

Die Schlagzeile sorgte 2021 für viel Aufsehen: Nur wenige Tage vor dem mit Spannung erwarteten Interview von Herzogin Meghan und Prinz Harry mit US-Talkmasterin Oprah Winfrey enthüllte die britische „Times“, dass der frühere Kommunikationssekretär des Paares, Jason Knauf, im Oktober 2018 eine Beschwerde eingereicht habe. Es ging um Mobbing gegen Mitarbeiter. Die angebliche Mobberin: Herzogin Meghan.

Laut dem „Times“-Artikel sollen unter anderem zwei persönliche Assistentinnen der ehemaligen US-Schauspielerin wegen des hohen Drucks hingeworfen haben, den Meghan aufgebaut habe. Von Demütigungen und Tränen sei die Rede gewesen. Das gehe aus internen Palast-Emails hervor, die dem Blatt zugespielt worden seien. Was genau Meghan vorgeworfen wird, blieb in dem Artikel aber unklar.

Palast untersuchte die Vorwürfe

Der Buckingham Palace leitete daraufhin eine Untersuchung ein, die jetzt abgeschlossen ist. Der Palast werde Reformen im Verwaltungsapparat umsetzen. Wie diese aber aussehen und was an den Vorwürfen gegen überhaupt dran war, wird die Öffentlichkeit vermutlich aber nie erfahren.

Eigentlich hätten die veränderten Vorgaben im Rahmen des jährlichen „Sovereign Grant“-Berichts veröffentlicht werden, der an diesem Donnerstag herauskam. Der gibt einmal im Jahr über die Ausgaben der Royals Auskunft. Im Kapitel zur Personal, Feedback, Weiterbildung und Arbeitskultur kommt das Thema Mobbing aber nicht vor.

Einzelheiten würden nicht bekanntgegeben, um die Privatsphäre der Beteiligten zu schützen, zitiert der Sender Sky News eine Quelle aus dem britischen Königshaus. „Die Empfehlungen wurden in die Richtlinien und Verfahren aufgenommen, wo immer es angebracht war, und die Richtlinien und Verfahren wurden geändert.“ 

Versöhnungsgeste an die Sussexes?

Ist das Stillschweigen ein Zeichen der Versöhnung an die Sussexes? Vielleicht. Vielleicht will der Palast aber auch einfach keine weiteren Negativ-Schlagzeilen produzieren.

Der Buckingham-Palast hatte bei seiner Untersuchung Aussagen von Mitarbeitern gesammelt. Die Palastangestellten sprachen darüber, wie sie die Arbeit für Meghan wahrnahmen, als diese noch zusammen mit ihrem Mann, Prinz Harry, in London lebte. 

Als der „Times“-Bericht erschien, hatte Meghan die gegen sie erhobenen Anschuldigungen zurückgewiesen und sie als „kalkulierte Verleumdungskampagne“ bezeichnet, „die auf irreführender und schädlicher Falschinformation beruht“.