Mobil-Versorgung in Böblingen Provisorischer Funkmast für den Rauhen Kapf

So sieht die geplante Holzbau-Siedlung im Modell aus. Foto: Eibner-Pressefoto/Roger Bürke

Bald soll das IBM-Areal am Rauhen Kapf in Böblingen neu bebaut werden. Um währenddessen die Mobil-Versorgung rund um das Gelände sicherzustellen, wird ein provisorischer 40-Meter-Funkmast aufgestellt.

Die Umzugspläne des IBM-Forschungslabors vom Rauhen Kapf nach Ehningen sind ins Stocken geraten – wie berichtet ist der Bauträger für den dortigen IBM-Neubau insolvent, zudem ist der Eigentümer des benachbarten Ausweichquartiers mit US-Sanktionen belegt. Die Auswirkungen werden derzeit juristisch geprüft.

 

Dennoch soll das Labor bald umziehen, und dann könnte die Neubebauung des IBM-Areals am Rauhen Kapf starten. Auf dem 14 Hektar großen Gelände soll eine moderne Holzbau-Siedlung mit zahlreichen Wohnungen für rund 2000 Menschen entstehen, dahinter steckt als Investor der ehemalige Böblinger Norbert Ketterer.

Auf dem Areal befindet sich aktuell ein Mobilfunkmast, der auch den benachbarten Stadtteil Rauher Kapf versorgt. Da dieser während der Neubebauung weichen muss, wird am südöstlichen Rand des Geländes ein provisorischer 40-Meter-Funkmast aufgestellt. Wie die Stadtverwaltung unlängst im Technischen Aussschuss des Böblinger Gemeinderats erläuterte, habe man neun mögliche Standorte geprüft. Acht davon seien aber ausgeschieden, weil entweder zu viel Waldfläche verbraucht worden wäre oder technische Voraussetzungen nicht gegeben seien. Der provisorische Mast soll nun nahe der Kurve aufgestellt werden, wo die Schönaicher Straße in die Böblinger Straße übergeht, direkt am Abzweig zum Weg „In den Weinbergen“.

Angesichts der unklaren Lage bei der IBM-Neubebauung in Ehningen kam im Technischen Ausschuss die Frage auf, ob die Bebauung am IBM-Labor in Böblingen auch infrage stehen könnte. „Wir haben klare Signale vom Investor, dass das Projekt auf einem guten Weg ist“, entgegnete Baubürgermeisterin Christine Kraayvanger.

Wenn die neue Holzbau-Siedlung fertiggestellt ist, soll auf dem Areal wieder ein fixer Mobilfunkmast stehen. Dann würde das Provisorium abgebaut. Deshalb ist auch keine Ausgleichsmaßnahme notwendig.

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