Mobilität im Kreis Böblingen Rufbus „VVS-Rider“ kommt ins Würmtal
Ab Juli bringt der "VVS-Rider" ein weiteres Rufbus-Angebot in den Kreis Böblingen und schließt Lücken im Nahverkehr. Welche Gemeinden profitieren und wie das Angebot funktioniert.
Ab Juli bringt der "VVS-Rider" ein weiteres Rufbus-Angebot in den Kreis Böblingen und schließt Lücken im Nahverkehr. Welche Gemeinden profitieren und wie das Angebot funktioniert.
Fast rund um die Uhr sollen ab Sommer auch die Menschen im Kreis Böblingen ein Anrufbus-Angebot benutzen können – genauer in den Gemeinden Aidlingen, Ehningen und Gärtringen. Das Land Baden-Württemberg weitet dafür sein bwshuttle-Programm aus und fördert dann 20 Angebote in 15 Landkreisen. Das hat das Verkehrsministerium mitgeteilt.
Bwshuttle, das sind Rufbusse, die Lücken im öffentlichen Nahverkehr schließen sollen. Die bwshuttles gehören zur bwegt-Familie – der Landesinitiative für Mobilität. Sie können telefonisch, über die App oder vom Computer aus bestellt werden. Treffpunkt sind dann in der Regel Haltestellen für Busse oder S-Bahnen. So sollen Lücken geschlossen werden, „wo es sonst ohne eigenes Auto nicht weitergeht“, heißt es vom Verkehrsministerium. Im Kreis Böblingen sind die Kleinbusse weiß-orange-schwarz gestaltet, damit man sie als Teil der Flotte erkennt.
„Das Land fördert ab 2026 fünf neue On-Demand-Angebote über sein Förderprogramm“, sagt Verkehrsminister Winfried Hermann. „Auch sehr ländliche Gebiete erhalten so bei Bedarf von früh bis spät, von Montag bis Sonntag, Zugang zum Öffentlichen Personennahverkehr.“ Mehr als eine Million Menschen sollen so bis Ende des Jahres an den Linienverkehr angebunden werden.
Neben dem Kreis Böblingen werden auch Projekte in den Kreisen Karlsruhe, Heilbronn, Reutlingen und im Rhein-Neckar-Kreis gefördert. Der Start ist über das Jahr gestaffelt. Insgesamt 23,3 Millionen Euro zahlt das Land für alle 20 Angebote. Der Kreis Böblingen kann für den Anrufbus bis Ende Juni 2031 insgesamt 1,5 Millionen Euro abrufen.
Im Kreis Böblingen startet das Angebot, das sich hier VVS-Rider nennen soll, im Juli dieses Jahres. Werktags sollen die Shuttles zwischen 5 Uhr und Mitternacht sowie am Wochenende zwischen 7 Uhr und Mitternacht fahren. Konkret wird hier das Würmtal angebunden. Innerhalb der Gemeinden Ehningen, Aidlingen und Gärtringen wird man vom VVS-Rider zum Wunschziel gebracht.
Das Verkehrsministerium betont, die Shuttles seien im Kreis Böblingen vollständig in das ÖPNV-System integriert, hielten also an Bus- und S-Bahn-Haltestellen. „Über unsere Förderprogramme unterstützen wir nicht nur Kommunen und Landkreise, sondern legen auch Standards fest, auf die sich die Fahrgäste verlassen können“, so Minister Hermann. „Die Fahrzeugflotten der vom Land geförderten Projekte garantieren beispielsweise barrierefreie Fahrten.“ Fahrgäste können ihr VVS-, Deutschland-Ticket oder Ähnliches nutzen. „In manchen Fällen ist ein kleiner Zuschlag notwendig“, wird diese Zusicherung eingeschränkt.