Mobilität in Stuttgart Stadt gibt Familien Zuschuss auf E-Lastenrad

Von Konstantin Schwarz 

Die Landeshauptstadt wird erstmals einen Zuschuss für den Kauf oder das Leasing eines Lastenrads mit elektrischer Unterstützung geben. Familien und Alleinerziehende können das in Anspruch nehmen.

Von der Stadt gibt es bis zu 2000 Euro Zuschuss für das Lastenrad. Foto: Simon Verschelde (Symbolbild)
Von der Stadt gibt es bis zu 2000 Euro Zuschuss für das Lastenrad. Foto: Simon Verschelde (Symbolbild)

Stuttgart - Die Landeshauptstadt wird erstmals einen Zuschuss für den Kauf oder das Leasing eines Lastenrads mit elektrischer Unterstützung geben, das hat der Verwaltungsausschuss des Gemeinderats am Mittwoch beschlossen. Anträge können erst gestellt werden, wenn das Förderprogramm veröffentlicht worden ist. Die Fördersumme soll pro Rad bis zu 2000 Euro betragen und ist zweigeteilt.

Der Ausschuss hat die Förderung am Mittwoch beschlossen. Durch die Aktion sollen „weniger Autos in Stuttgart auf den Straßen fahren“, heißt es in der von OB Fritz Kuhn (Grüne) unterschriebenen Vorlage. Man wolle nachhaltige Mobilität unterstützten, mehr Menschen aufs Rad bringen und Schadstoffe reduzieren.

Nachschlag nach drei Jahren

Den Zuschuss können Familien und Alleinerziehende erhalten, die in Stuttgart wohnen und mindestens ein Kind haben. Insgesamt sind für dieses Jahr 250 000 Euro vorgesehen, das würde für rund 167 Räder ausreichen, die übrigens für eine Zuladung von mindestens 40 Kilogramm zugelassen sein müssen. Zunächst wird die Stadt 1500 Euro oder maximal 50 Prozent des Anschaffungspreises zuschießen.

Weitere 500 Eurofließen nach drei Jahren, wenn in diesem Zeitraum entweder kein Auto für den eigenen Haushalt angemeldet war oder aber ein bestehendes abgemeldet worden ist. Die Stadt nennt das „Nachhaltigkeitsbonus“ und vermutet, dass er „vor allem auch einkommensschwachen Familien“ zugutekomme, „die meist aus finanziellen Gründen kein eigenes Auto besitzen“.

Alle Anträge, die bis zum 31. Oktober eingehen, will die Stadt gleich behandeln, bis dahin soll jeder zum Zug kommen. Wären es mehr als 167, würde der Förderbetrag pro Rad unter die 1500 Euro sinken. Werden die 167 Anträge bis Ende Oktober nicht erreicht, gilt danach das Windhundprinzip: Wer rechtzeitig kommt, bekommt den Zuschuss, wer sich verspätet, geht leer aus.

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