Zum Ende des Jahres lädt der Modelleisenbahnclub Stuttgart in seine Räume nach Vaihingen ein. Bis zu 90 Züge sind unterwegs - ein schwindelerregender Fahrbetrieb.

Zwei Mal in der Woche herrscht im Modelleisenbahnclub Stuttgart (MECS) in Vaihingen geschäftiges Treiben: Immer dienstags und freitags bringen die Mitglieder an den traditionellen Clubabenden die Lokomotiven und Waggons der Spur H0 in Schuss, gestalten die Miniaturlandschaft weiter, indem sie Hügel modellieren, Ministraßen, Gärten, Weinberge anlegen oder neue Häuschen bauen – und natürlich klemmt es wegen der höchstkomplizierten Technik ab und zu beim Fahrbetrieb. „Wo bleibt der Zug?“, „Das Gleis ist längst belegt!“, schallt es immer wieder durch den großen Clubraum, der sich in Stuttgart-Vaihingen in der Zwischenetage der S-Bahnstation Vaihingen/Universität Stuttgart befindet.

 

Modelleisenbahn-Miniaturwelt im Maßstab 1:87

Doch all die viele Mühe und die liebevolle Detailarbeit über das ganze Jahr hinweg haben sich wieder einmal gelohnt. Wieder ist die große Modelleisenbahnanlage im Maßstab 1:87, die einer süddeutsche Mittelgebirgslandschaft gleicht, ein Stückchen gewachsen und noch wirklichkeitsgetreuer geworden und scheint geradezu darauf zu warten, von Besuchern bestaunt zu werden.

Es darf auch mal ein Zug neuerer Bauart sein. Foto: MECS

Dafür gibt es traditionell an den Vorführtagen des MECS über den Jahreswechsel wieder Gelegenheit: am Sonntag, 7. Dezember, ist der erste. Es folgen Sonntag, 14. Dezember, Dienstag, 6. Januar, sowie die Sonntage, 11. und 25. Januar. Geöffnet ist jeweils von 11 bis 17 Uhr. Am Eingang ist ein kleiner Obolus zu entrichten.

Auf der großen Anlage findet dann wieder ein reger Fahrbetrieb mit 80 bis 90 Zuggarnituren überwiegend aus den 1960er bis 1990er Jahren statt. Ein fast schon schwindelerregender Fahrbetrieb! Besonders schön beobachten lässt sich das mit Panoramaausblick vom Café Gleisblick aus, in dem eine kleine Bewirtung mit kalten und warmen Speisen angeboten wird.

Modellbahn-Basar mit Fahrzeugen und Co.

Wer sich in der Adventszeit schon nach Modelleisenbahnen, Fahrzeugen, Hausbausets und Co. umgeschaut hat, muss sicherlich schlucken angesichts der Preise, die für neue Züge, Lokomotiven und Waggons et cetera verlangt werden. Da trifft es sich eventuell ganz gut, ein wenig auf dem Modellbahn-Basar des MECS zu stöbern. Die gebrauchten Fahrzeuge und Hausbausätze in den Spuren H0, N und Z, die dort zum Verkauf stehen, sind technisch auf Herz und Nieren geprüft, versichern die Clubverantwortlichen.