Im Windpark Söllingen in Niedersachsen wurden uralte Gräber entdeckt. Mit Hilfe der Ausgrabungen können neue Erkenntnisse zur Bestattungssitte der Urgeschichte gewonnen werden.

Wochenend-Magazin: Markus Brauer (mb)

Im Windpark Söllingen im niedersächsischen Landkreis Helmstedt sind bei Bauarbeiten mehrere Bestattungen in Erdgräbern entdeckt worden. Knochen und Skelette wurden bereits freigelegt. Anhand der Ausgrabungen können neue Erkenntnisse zur Bestattungssitte der Urgeschichte gewonnen werden, wie der Landkreis mitteilt.

 

Nur sehr wenige vergleichbare Fundplätze dieser Art

Auf der Anhöhe südlich von Söllingen waren beim Baggern sechs oder mehr Bestattungen entdeckt worden. Es handele sich um Erdgräber und um mindestens zwei bis drei Bestattungen mit Steinschutz und Steineinbauten. Unter den Steinpackungen liegen womöglich noch Urnen aus Keramik mit menschlichem Leichenbrand begraben, wie es weiter heißt.

Grabungshelfer erfassen auf einer Bauflucht bei Söllingen erdgräber aus der Urgeschichte. Foto: Matthias Bein/dpa
Während Bauarbeiten wurden sechs oder mehr Bestattungen in Erdgräbern entdeckt, sowie zwei bis drei Bestattungen mit Steinschutz und Steineinbauten. Foto: Matthias Bein/dpa
Mit Hilfe der Ausgrabungen in Söllingen können auf diese Weise neue Erkenntnisse zur Bestattungssitte der Urgeschichte gewonnen werden. Foto: Matthias Bein/dpa
Knochen und Skelette liegen bei Söllingen in Erdgräbern aus der Urgeschichte. Foto: Matthias Bein/dpa
Während Bauarbeiten wurden sechs oder mehr Bestattungen in Erdgräbern entdeckt, sowie zwei bis drei Bestattungen mit Steinschutz und Steineinbauten. Foto: Matthias Bein/dpa
Unter den Steinpackungen liegen womöglich noch Urnen aus Keramik mit menschlichem Leichenbrand begraben Foto: Matthias Bein/dpa

Der Zeitraum wäre aufgrund der Expertise vorangegangener Grabungen in der Region auf die frühe Bronzezeit (21.-17. Jh. v. Chr.) oder die ausgehende Bronze- und frühe Eisenzeit (12.-7. Jh. v. Chr.) einzugrenzen.

Das Besondere an diesem Fundplatz sei, dass nur sehr wenige vergleichbare Fundplätze dieser Art bisher untersucht sind. Die Georg-August-Universität Göttingen hat die Federführung in Zusammenarbeit mit der Kreisarchäologie Helmstedt und dem Landesamt für Denkmalpflege.