Möhringen Selbstverständlich helfen

Von Stefanie Käfferlein 

Eine Schulsanitäterin hat für ihren Erste-Hilfe-Einsatz in der Schwabengalerie eine Auszeichnung erhalten.

Martin Kuppinger, der Vorsitzende des Elternbeirats, Gitta Obst, Schulleiterin Anna Weil-Baltruschatartin Kuppinger, der Vorsitzende des Elternbeirats, Gitta Obst, Schulleiterin Anna Weil-Baltruschat  und Guido Wenzel (v. li.)  vom DRK sind stolz auf die Sanitäter Foto: Stefanie Käfferlein
Martin Kuppinger, der Vorsitzende des Elternbeirats, Gitta Obst, Schulleiterin Anna Weil-Baltruschat artin Kuppinger, der Vorsitzende des Elternbeirats, Gitta Obst, Schulleiterin Anna Weil-Baltruschat und Guido Wenzel (v. li.) vom DRK sind stolz auf die Sanitäter Foto: Stefanie Käfferlein

Möhringen - Ein Jahr lang haben sie gelernt, wie sie sich im Notfall zu verhalten haben, sie wissen, wie man Druckverbände anlegt, wie die stabile Seitenlage funktioniert und wie man eine Herzdruckmassage macht.

Auch in diesem Schuljahr hat die ehemalige Lehrerin der Heilbrunnenschule und Steinenbronnerin, Gitta Obst, in Kooperation mit der Ortsgruppe Steinenbronn des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) wieder Schulsanitäter ausgebildet. Seit mittlerweile 16 Jahren gehört die Ausbildung zum Curriculum der Schule für Mädchen und Jungen mit einer Lernschwäche. „Vor zwei Wochen haben die Schüler ihre Prüfung in Steinenbronn gemacht“, erzählte Obst am Mittwoch, als die Schüler von Guido Wenzel, dem Bereitschaftsleiter des DRK Steinenbronn, ihre Urkunden überreicht bekommen haben. „Eigentlich sollte die Ausbildung zum Schulsanitäter verpflichtend sein in jeder Schule“, sagte Obst. Aus ihrer langjährigen Erfahrung weiß die Lehrerin im Ruhestand, dass viele der Schüler ein hohes Maß an sozialer Kompetenz hätten, die häufig brach liege. Während des Kurses würden sich die Mädchen und Jungen jedoch enorm weiterentwickeln. Darüber hinaus sei die Ausbildung zum Schulsanitäter auch Türöffner für verschiedene Praktika.

Den 8. Mai als Termin für die Übergabe der Urkunden hatte Wenzel ganz bewusst ausgewählt. Denn an diesem Tag wird an den Geburtstag des Gründers des Roten Kreuzes, Henry Dunant, erinnert. Im Jahr 1859 war der Schweizer mitten in die Schlacht von Solferino geraten. „Er war derjenige, der den Verletzten half und andere animierte, ebenfalls zu helfen“, erzählte Wenzel den Schülern.

Schülerin erhält Schutzzeichennadel

Einem Verletzten in Not geholfen hat im vergangenen Jahr auch eine Schülerin der Heilbrunnenschule, die ebenfalls zur Schulsanitäterin ausgebildet worden war. Bei einem älteren Mann, der in der Schwabengalerie einen Kreislaufkollaps erlitten hatte, leistete Mona Erste Hilfe. „Du hast ihn in die stabile Seitenlage gebracht und mit ihm gewartet bis der Rettungsdienst eingetroffen ist“, sagte Wenzel. Durch den vorbildlichen Einsatz der 16-Jährigen sei die Person nach dem Vorfall wieder gesund auf die Beine gekommen.

Von Guido Wenzel bekam die Schülerin stellvertretend für alle Sanitäter an der Schule die sogenannte Schutzzeichennadel, eine internationale Rotkreuznadel, verliehen sowie eine Collegetasche.

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