Mönchengladbach gegen RB Leipzig Ex-Stuttgarter Timo Werner ballert Leipzig zum Sieg

Von red/dpa 

Am Ende musste RB Leipzig noch ein bisschen bangen, doch letztlich reichte es zum knappen Sieg in Mönchengladbach. Damit konnte der Aufsteiger den Punktverlust der Bayern ausnutzen und den Abstand auf den Tabellenführer zumindest wieder ein wenig verkürzen.

Timo Werner erzielte einen Treffer für Leipzig. Foto: AP
Timo Werner erzielte einen Treffer für Leipzig. Foto: AP

Mönchengladbach - Die Bayern-Jäger aus Leipzig sind wieder auf Kurs. „Ich bin froh, dass wir nach zwei Niederlagen wieder in die Spur gefunden haben und froh, dass wir die drei Punkte mitnehmen können“, sagte Trainer Ralph Hasenhüttl nach dem 2:1 (1:0)-Erfolg bei Borussia Mönchengladbach. Nach zuletzt zwei Niederlagen am Stück und der Auswärts-Torflaute von mehr als 300 Minuten kommt RB Leipzig nach dem Erfolg bei der besten Rückrundenmannschaft der Champions League Stück für Stück näher. „Das sind zwar auch nur drei Punkte, aber das war schon etwas Besonderes“, befand Leipzigs Defensivspezialist Stefan Ilsanker.

Mit dem ersten Auswärtssieg des Jahres verkürzte der Aufsteiger den Rückstand auf den Spitzenreiter Bayern München am Sonntag auf fünf Punkte und hat zudem acht Punkte Vorsprung auf Rang drei. Damit war Sportdirektor Ralf Rangnick hochzufrieden. „Das war sehr wichtig, aber da hat nicht jeder mit gerechnet. Schließlich hatten die Gladbacher einen guten Lauf“, sagte Rangnick. Allerdings habe man auch ein bisschen Glück gehabt, befand Leipzigs Sportdirektor.

Ex-Stuttgarter Timo Werner

Die Treffer für Leipzig erzielten Emil Forsberg (31.) und Timo Werner (55.). „Ich glaube, wir waren von zwei guten Mannschaften die etwas bessere. Heute haben wir uns das Quäntchen Glück dann auch erarbeitet - verdient, wie ich finde“, meinte Hasenhüttl. „Es war wichtig, die drei Punkte zu holen, um den anderen zu zeigen, dass wir noch heiß sind“, betonte Forsberg.

Vor 51 535 Zuschauern im Borussia-Park verloren die Gastgeber erstmals in der Liga unter Trainer Dieter Hecking. Für Gladbach verkürzte Jannik Vestergaard (81.), der per Kopf traf. In der Schlussphase wurde es noch einmal turbulent, aber den Ausgleich schafften die Gastgeber nicht mehr. Zudem vergab Thorgan Hazard kurz vor der Halbzeitpause noch einen Foulelfmeter (45.). „In den letzten beiden Spielen haben wir unsere Chancen nicht genutzt. Momentan müssen wir ein Stück kaltschnäuziger sein vor dem gegnerischen Tor“, sagte Borussen-Kapitän Lars Stindl. „Ich meine, dass man trotzdem eine gute Leistung gesehen hat von uns“, fügte Vestergaard hinzu.

In der Meisterschaft verlieren die Gladbacher allmählich den Anschluss an die obere Tabellenhälfte, dafür rechnet sich das Team noch etwas für das Europa-League-Rückspiel am Donnerstag beim AC Florenz aus. „Die Mannschaft, die da weiterkommt, kann in der Europa League noch viel erreichen“, meinte Hecking, der auf eine baldige Rückkehr von Spielgestalter Raffael hofft. Der Brasilianer steht nach seiner Oberschenkelverletzung seit drei Tagen wieder im Training und könnte für das Spiel in Florenz fit werden.

Zwei Wochen nach den Vorkommnissen in Dortmund gab es auch im Borussia-Park Aktionen gegen das Leipziger Fußballmodell mit einigen wenigen Spruchbändern. Für die ersten 19 Minuten hatte die Fanszene zu einem stillen Protest aufgerufen und größtenteils auf die gewohnte Unterstützung verzichtet. Danach wurde der Schweigeprotest beendet. Hektisch wurde es nur noch einmal in der Schlussphase, als aus dem Gladbacher Fanblock Gegenstände aufs Spielfeld geworfen wurden.