Mönsheim Drogeriemarkt wird immer wahrscheinlicher

Bereits im Mai hatte der Gemeinderat beschlossen, den Weg für einen Drogeriemarkt freizumachen. Foto: dpa
Bereits im Mai hatte der Gemeinderat beschlossen, den Weg für einen Drogeriemarkt freizumachen. Foto: dpa

Im Bereich Gödelmann sind neben dem Discounter 700 Quadratmeter Verkaufsfläche geplant.

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Mönsheim - Einen weiteren Schritt in Richtung eines Drogeriemarktes in Mönsheim ist jetzt der Gemeinderat gegangen. Das Gremium beschloss einen entsprechenden Bebauungsplan für das Gebiet Gödelmann.

Nun ist die Öffentlichkeit am Zug: Die Pläne sind von nächster Woche an einsehbar und die sogenannten Träger öffentlicher Belange, also beteiligte Behörden und Institutionen, werden um ihre Stellungnahmen zum Projekt gebeten.

Bereits im Mai hatte der Gemeinderat beschlossen, den Weg für einen Drogeriemarkt freizumachen. Grundlage war ein Gutachten, das der Gemeindeverwaltungsverband Heckengäu in Auftrag gegeben hatte. Die Ludwigsburger Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung stellte im Rahmen eines interkommunalen Nahversorgungskonzepts fest, dass ein solcher Markt am Standort Mönsheim geeignet sei.

Im jetzt vorgelegten Vorentwurf zum Bebauungsplan wird detailliert beschrieben, wie der spätere Drogeriemarkt, der   sich in direkter Nachbarschaft zum Discounter Lidl befinden wird, aussehen kann. Die Verkaufsfläche wird 700 Quadratmeter betragen. Dort können nicht nur Drogerieartikel verkauft werden, sondern in geringerem Umfang auch Randsortimente wie etwa Kinderkleidung, Batterien oder Reformwaren. Das Gebäude kann sieben Meter hoch sein. Es wird gemeinsame Parkplätze von Drogeriemarkt und Lidl ­geben. Die Gliederung der Fassaden und mögliche Dachformen werden ebenfalls vorgegeben.

Gibt es Ausgleichsmaßnahmen?

Die Gemeinderätin Simone Reusch (Bürger­liste Mönsheim) hakte beim Umwelt­bericht nach. Erste Untersuchungen hätten zu keinen Ergebnissen geführt, die der Planung grundsätzlich entgegenstehen. Reusch wollte mit Blick auf in Mönsheim vorkommende Fledermäuse wissen, ob es auf dem Gebiet auch eine Nachtbegehung gegeben habe und welche Ausgleichsmaßnahmen angedacht seien. Bürgermeister Thomas Fritsch sagte, dass der Umweltbericht derzeit noch erstellt werde und man zu den Ausgleichsmaßnahmen noch nichts sagen könne.

Simone Reusch kritisierte das geplante Bauvorhaben auch grundsätzlich. „Ich halte es nicht für sinnvoll, dafür unsere Fläche herzugeben“, sagte sie vor dem Hintergrund, dass auch im benachbarten Wiernsheim ein solcher Markt geplant sei. Ihrer Meinung nach wären eine Bäckerei und ein Café in der Nachbarschaft von Lidl sinn­voller gewesen. Auch ihr Fraktionskollege Joachim Baumgärtner mahnte, dass die bebaubaren Flächen in der Gemeinde langsam ausgingen. Er plädierte dafür, dass dort ein Geschossflächenbau möglich sein müsse. So könnte doch etwa in Zukunft ein zweites Stockwerk für Büros aufgesetzt werden. Der Bürgermeister erinnerte daran, dass im Gödelmann ein Sondergebiet für einen Drogeriemarkt ausgewiesen werde und bei anderer Nutzung der Bebauungsplan geändert werden müsste.

Baubeginn im Frühjahr möglich

Welcher Anbieter denn nun auf die grüne Wiese am Ortsrand von Mönsheim ziehen werde, wollte Gemeinderätin Birgit Fritsch (BLM) schließlich noch wissen. Der Bürgermeister verwies auf noch laufende ­Gespräche mit möglichen Investoren. Er schätze aber, so Thomas Fritsch, dass der Bebauungsplan nach dem zweiten Durchlauf etwa im Spätwinter und zeitgleich mit dem genehmigten Baugesuch des Bauherrn verabschiedet sei. Das bedeute, dass ein Baubeginn im Frühjahr wohl möglich sei.




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