Mönsheim Für Firmen gibt es mehr Platz im Heckengäu

Von Peter Meuer 

Flächennutzungsplan: Die Behörden stellen die Weichen für Wohnbau und Gewerbeansiedlung bis 2025.

Zufriedene Gesichter beim Anblick des Flächennutzungsplans. Foto: Meuer
Zufriedene Gesichter beim Anblick des Flächennutzungsplans. Foto: Meuer

Mönsheim - Das Landratsamt des Enzkreises hat den neuen Flächennutzungsplan für das Heckengäu genehmigt. Der Erste Landesbeamte Wolfgang Herz übergab das Planwerk samt Urkunde am Mittwoch Vertretern der sechs beteiligten Heckengäugemeinden Friolzheim, Mönsheim, Heimsheim, Wimsheim, Wiernsheim und Wurmberg. Drei Jahre habe das Verfahren gedauert, berichtete der Mönsheimer Bürgermeister Thomas Fritsch, der Verbandsvorsitzende, der Gastgeber für Planer und Gemeindevertreter war. „Aber nun haben wir Planungssicherheit.“ Lediglich eines bleibe nun noch zu erledigen, fügte Herz an: Der Gemeindeverwaltungsverband der sechs Kommunen müsse einer Textänderung noch zustimmen. „Dabei geht es darum, dass bestimmte Wohngebiete erst zu 80 Prozent bebaut sein müssen, bevor weitere erschlossen werden dürfen.“

Der neue Flächennutzungsplan stellt die gewünschte Entwicklung bei Wohnbau und Gewerbeansiedlung im Heckengäu bis zum Jahr 2025 dar. Das heißt nicht, dass die Baugebiete, die er vorsieht, auf jeden Fall verwirklicht werden – Bebauungspläne und weitere Genehmigungen sind dafür notwendig. Aber: „Er stellt die Weichen“, erklärte Wolfgang Herz. „Er klärt, was möglich und was nicht möglich ist.“

Abgespeckt wurde vor allem bei den Wohngebieten. Etwa 2,9 Hektar Wohnflächen weniger als im alten Flächennutzungsplan sieht das Druckwerk vor. Insgesamt sind es 54,5 Hektar, auf denen einmal Häuser stehen könnten. „Das Ziel, den Landschaftsverbrauch auf null zu reduzieren, halte ich für nicht erreichbar“, sagte Wolfgang Herz. „Aber klar ist: wir müssen uns mehr mit der Entwicklung der Ortsmitten befassen.“ Die Zeiten, wo man alles auf die grüne Wiese stellen könne, seien vorbei, so Herz. Natürlich berücksichtige der Plan dennoch, dass großen Firmen wie Bosch und Porsche neue Mitarbeiter in der Region ansiedeln, dass es also einen gewissen Bedarf gebe, sagte der Landesbeamte.

Dass es bei der Frage, welcher Ort wie viel Bauland opfern soll, kontroverse Diskussionen gegeben habe, bestätigten neben Fritsch die anderen anwesenden Bürgermeister Uwe Rupp (Heimsheim ), Michael Teply (Wurmberg) und Karlheinz Oehler (Wiernsheim). „Aber wir haben gute Kompromisse gefunden“, bemerkte Oehler.

Bei den Gewerbeflächen gab es ohnehin einen Aufschlag. Zusätzliche 3,63 Hektar stehen im neuen Plan für Firmen und Betriebe bereit, insgesamt sind es 46 Hektar. Der Flächennutzungsplan berücksichtigt damit die gute Wirtschaftsentwicklung in der Region. Das Heckengäu ist von Stuttgart aus schnell zu erreichen, gleichzeitig sind die Bauplätze hier noch verhältnismäßig günstig – viele Firmen siedeln sich deswegen gerne zwischen Heimsheim und Wiernsheim an. Für Heimsheim beispielsweise steht im Plan ein neues Areal gegenüber des fast vollständig ausgebuchten Gebietes Egelsee bereit, auf der anderen Seite der Landesstraße. Auf Wimsheimer Gemarkung darf irgendwann einmal das Gebiet Breitloh nach Westen hin wachsen. „Und die Porsche-Erweiterung bei Mönsheim haben wir natürlich auch berücksichtigt“, so Herz. Zudem gebe es Sondergebiete für den bereits gebauten Solarpark „Heimsol“ bei Heimsheim und die Erweiterung des Friolzheimer Sägewerks.




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