Das Mörike-Gymnasium Ludwigsburg verstärkt den Bereich Naturwissenschaften – mit einem Alleinstellungsmerkmal in der Stadt.

Ludwigsburg: Andreas Hennings (hen)

Wie funktioniert eigentlich eine Taschenlampe? Warum bleibt mein Tee in der Thermoskanne stundenlang warm? Und wie schaffe ich es, dass ein kleiner Roboter losfährt? Fragen wie diese stellen Kinder ganz selbstverständlich – und hier setzt ein neues naturwissenschaftliches Vorprofil an, das ab dem Schuljahr 2026/27 am Mörike-Gymnasium in Ludwigsburg starten wird. Das teilt die Schule mit.

 

Das Vorprofil nennt sich NIT-6, steht für Naturwissenschaft, Informatik und Technik und ist für Fünft- bis Siebtklässler gedacht. Es soll pro Woche je zwei Stunden unterrichtet werden. Ab Klasse 8 kann man NIT regulär bis zum Abitur weiterbelegen. So möchte das Mörike-Gymnasium die Möglichkeit bieten, sich nicht nur künstlerisch ab Klasse 5 oder sprachlich ab Klasse 8 profilieren zu können, sondern auch die naturwissenschaftlich-informatisch-technischen Interessen ab Klasse 5 zu vertiefen. Das schließe eine Lücke in der Unterstufe, heißt es in der Mitteilung weiter. Es handele sich um ein Alleinstellungsmerkmal an den Ludwigsburger Schulen.

Forschen wie echte Wissenschaftler

Ein zentrales Element werden die naturwissenschaftlichen Arbeitsmethoden sein. Die Schüler sollen lernen, eigene Forscherfragen zu entwickeln, Hypothesen zu formulieren und diese in Experimenten zu überprüfen. Dabei erfahren sie ganz praktisch, wie Wissenschaft funktioniert: beobachten, messen, vergleichen, auswerten, Schlussfolgerungen ziehen.

Abstrakte Themen wie das Thema Energie werden greifbar, indem auf Basis einer theoretischen Grundlage getüftelt und ausprobiert werden soll. So wird aus der Frage „Warum bleibt mein Tee warm?“ eine Untersuchung zu Wärmeisolierung. Unterschiedliche Dämmmaterialien werden getestet, Messergebnisse verglichen, und plötzlich sind Naturwissenschaften alltagsnah.

Ein besonderer Bestandteil des Profils wird auch das Themenfeld Computational Thinking sein. Dabei geht es um handlungs- und problemorientiertes Denken: Probleme analysieren, in Teilprobleme zerlegen, Lösungsstrategien entwickeln und umsetzen.