Die 164. Montagsdemo gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 war die erste nach dem Beschluss des Bahn-Aufsichtsrats zum Weiterbau. Die Redner erklärten, man werdedie Debatte über „Merkels Murksbahnhof“ in den Bundestagswahlkampf tragen. Außerdem sei ein bundesweiter Aktionstag geplant.

Auf der 164. Montagsdemo gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21, der ersten nach dem Beschluss des Aufsichtsrats zum Weiterbau, haben die Redner erklärt, man werde im Protest nicht nachlassen und die Debatte über „Merkels Murksbahnhof“ in den Bundestagswahlkampf tragen. Die Pfarrerin Guntrun Müller-Enßlin und der Theaterregisseur Volker Lösch erklärten, es gebe den Plan, einen bundesweiten Aktionstag gegen S 21 mit anderen Bürgerbewegungen zu organisieren. „Wir werden weiter auf die Straße gehen und unseren Protest ausweiten“, sagte Lösch.

Es sei nun klar, dass das Projekt nicht am Geld scheitern werde, sondern nur an der Stimmung in der Bevölkerung, meinte Müller-Enßlin, denn nur dann werde auch Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Kehrtwende einleiten. Und Lösch sagte: „Der Streit fängt jetzt erst richtig an. Es gab noch niemals weniger Grund, mit dem Protest aufzuhören als jetzt“. Der Sprecher der Parkschützer, Matthias von Herrmann, erklärte in einer Mitteilung, dass das Verhalten der Verantwortlichen „die Menschen weiterhin auf die Straßen treiben“ werde.

Nach Angaben der Veranstalter waren 2200 Menschen auf dem Marktplatz, die Polizei sprach von 1900 Teilnehmern.