Mord in Höxter Exfrau packt weiter aus

Von red/dpa 

Der eine schweigt, die andere redet: Nach den tödlichen Misshandlungen von Höxter geht das beschuldigte Paar unterschiedlich mit der Situation um. Bei der Mordkommission gehen derweil mehr und mehr Hinweise ein.

Der eine schweigt, die andere redet: Nach den tödlichen Misshandlungen von Höxter geht das beschuldigte Paar unterschiedlich mit der Situation um. Foto: dpa
Der eine schweigt, die andere redet: Nach den tödlichen Misshandlungen von Höxter geht das beschuldigte Paar unterschiedlich mit der Situation um. Foto: dpa

Bielefeld/Höxter - Nach den tödlichen Misshandlungen von Höxter hüllt sich der 46-jährige Tatverdächtige weiter in Schweigen. Das bestätigte sein Anwalt. „Wir prüfen aktuell, wie es weitergeht. Auch wir müssen uns - genauso wie die Ermittler - einen Überblick verschaffen“, sagte Rechtsbeistand André Pott. Von der Sachlage sei abhängig, ob sein Mandant sich äußern werde. Es sei momentan nicht absehbar, ob und wann das sein werde. Der 46-jährige sitzt in Untersuchungshaft, ebenso wie seine Partnerin, die allerdings weitgehend geständig ist.

17 Jahre lang Gewalt

Deren Anwalt beschreibt seine Mandantin als gefasst. „Sie hat 17 Jahre lang Gewalt erfahren. Sie ist jetzt raus aus dem Martyrium“, sagt Peter Wülle, ihr Rechtsanwalt aus Bielefeld. Seine Mandantin werde sich weiterhin den Vernehmungen der Mordkommission stellen und aussagen. „Sie trägt maßgeblich zur Aufklärung bei und liefert den Ermittlern Hinweise auf weitere Opfer oder Zeugen“, sagte Wülle über die 47-Jährige.

Bei der ermittelnden Mordkommission in Bielefeld sind seit Montag drei neue Hinweise auf den Fall eingegangen. Die Zahl der Anrufer sei auf 53 gestiegen, sagte eine Sprecherin. Zu Details der Auswertung will sich die Polizei erst in den nächsten Tagen äußern.

Schwere Verletzungen

Der Tatverdächtige und seine frühere Frau sollen jahrelang in ihrem gemeinsam bewohnten Haus in Höxter-Bosseborn Frauen misshandelt haben. Über Zeitungsanzeigen lockten sie ihre Opfer nach Ostwestfalen. Zwei der Opfer aus Niedersachsen starben an ihren schweren Verletzungen. Vier weitere Frauen sind der Polizei namentlich bekannt. Es gibt Hinweise auf weitere Betroffene.




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