Motorsport in der Rennserie WEC Finn Gehrsitz aus Steinenbronn fährt in Sao Paulo weiteres Top-Fünf Ergebnis ein

In seinem Stint extrem gepusht: Zwischendrin konnte Finn Gehrsitz (im Auto rechts) sogar die Führung übernehmen. Foto: Xavier Bonilla

Das letzte Quäntchen fürs Podest in der LMGT3-Klasse fehlte zwar, aber Rennfahrer Finn Gehrsitz aus Steinenbronn beeindruckte dennoch mit seiner Leistung im brasilianischen Sao Paulo.

Mit Rang fünf beim fünften Lauf der World Endurance Championship in Sao Paulo sammelte Finn Gehrsitz mit dem Akkodis ASP Team erneut wichtige Punkte in der LMGT3-Meisterschaft. Noch entscheidender: Der Steinenbronner überzeugte sowohl im Qualifying als auch im Rennen.

 

„Top Fünf in so einem starken Feld ist nie selbstverständlich, vor allem nicht auf einer körperlich und fahrerisch so anspruchsvollen Strecke wie Interlagos“, betonte der 20-Jährige. „Wir haben den Abstand zur Spitze weiter verkürzt. Aber für mich persönlich war es auch eines der härtesten Wochenenden bislang.“

Bereits in den freien Trainings zeigte er sich auf Augenhöhe mit der Werksfahrerkonkurrenz und fuhr auf Platz zwei. „Ich war noch nie zuvor hier, aber durch die Arbeit im im Toyota-Simulator in Köln war ich sofort drin. Der Kurs ist kurz, aber extrem technisch, hat wenig Auslaufzonen – da darfst du dir keinen Fehler erlauben“, beschrieb Finn Gehrsitz.

Finn Gehrsitz ist stolz darauf, aktuell zu den Top-Qualifyern im Feld zu gehören. Foto: Xavier Bonilla

Auch in der Hyperpole ließ er sein Können aufblitzen. Er stellte den Lexus RC F GT3 auf die dritte Startposition.„Ich hätte vielleicht noch ein, zwei Zehntel finden können, aber es war trotzdem ein super Ergebnis“, nickte der junge Mann aus dem Kreis Böblingen. „Aktuell gehöre ich zu den Top-Qualifyern im Feld, und das macht mich stolz.“

Im Rennen über sechs Stunden wuchs Finn Gehrsitz dann endgültig über sich hinaus. Mit 87 Runden zählte er zu den meistbelasteten Fahrern des gesamten Felds. Als er dran war, machte er den zuvor entstandenen Rückstand wett und übernahm zwischenzeitlich sogar die Führung in seiner Klasse. „Das war ein intensiver Stint. Ich musste pushen, ohne die Reifen zu überfahren. Dass ich das Auto nach ganz vorne bringen konnte, war ein Highlight“, fasste er zusammen.

Zwar fehlte das letzte Quäntchen für ein Podium, doch mit Rang fünf und einem insgesamt sauberen Rennen sicherte sich das Fahrertrio erneut wertvolle Zähler im engen Titelkampf. „Das war eines der härtesten Rennen meiner Karriere. Die Strecke fordert dich permanent, und mit fast drei Stunden im Auto war das körperlich extrem anstrengend“, resümierte der 20-Jährige.

Nach fünf von acht Läufen liegt Finn Gehrsitz in der Klasse LMGT3 mit 48 Zählern auf dem sechsten Rang, hat aber noch Kontakt zu den Podestplätzen. Das Ziel ist klar: Weiter angreifen, konstant Punkte sammeln und in der Meisterschaft vorne mitspielen.

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