Rennfahrer Finn Gehrsitz aus Steinenbronn hat beim siebten Lauf der Langstrecken-Weltmeisterschaft auf dem Fuji Speedway in Japan mit einer starken Leistung überzeugt. „Der Kurs gehört zu den schönsten der Welt. Mit dem Mount Fuji im Hintergrund und den enthusiastischen Fans ist es ein ganz besonderes Erlebnis, hier zu fahren“, schwärmte er.
Die freien Trainings bestätigten zunächst mit Platz eins und drei die gute Form des Fahrertrios vom Team Akkodis ASP, zu dem auch Gehrsitz gehört. In der Qualifikation blieben die drei mit Rang 13 dann jedoch erstmals in dieser Saison außerhalb der Hyperpole, in der die zehn Besten des Qualifyings die vorderen Startplätze unter sich ausmachen. „Natürlich hätten wir uns einen besseren Startplatz gewünscht, aber wir wussten, dass über die lange Renndistanz vieles möglich ist“, erklärte Gehrsitz.
Im Rennen wurde einer seiner Teamkollegen bereits in der Anfangsphase in eine Kollision verwickelt, eine Durchfahrtsstrafe verschärfte die Situation. Der Lexus RC F GT3 fiel bei seinem Heimspiel ans Ende des Feldes zurück. Als Gehrsitz das Steuer übernahm, lagen noch knapp vier Stunden vor dem Team.
In seinem mehr als zweieinhalbstündigen Stint setzte der 21-Jährige dann zahlreiche Überholmanöver, machte Positionen gut und zählte zu den schnellsten Piloten, ehe er an den Schlussfahrer übergab. Durch eine Strafe gegen einen Konkurrenten landete das Trio schlussendlich auf Rang neun und sammelte zwei Meisterschaftspunkte. „Ich hatte eine sehr gute Pace, konnte viele Plätze zurückgewinnen und habe mich im Auto extrem wohlgefühlt“, bilanzierte Gehrsitz. „Leider war nach dem frühen Rückschlag nicht mehr als der neunte Platz drin, aber für mich persönlich war es ein starkes Wochenende.“ Natürlich hätten er und das Team gerne mehr erreicht, „aber wir haben das Beste draus gemacht und wertvolle Punkte mitgenommen“.
Der achte und letzte Lauf der Langstrecken-Weltmeisterschaft findet am 9. November in Sakhir im Königreich Bahrain statt.