Das Gesundheitsdezernat des Landratsamt Ludwigsburg gibt Tipps, wie sich Stiche vermeiden lassen. Zudem steht die Asiatische Tigermücke weiterhin unter besonderer Beobachtung.
Warme Tage, offene Fenster, Abende im Freien – mit den steigenden Temperaturen beginnt auch die Mückensaison. Volker Middel vom Fachbereich Umweltmedizin, Trink- und Badewasser des Landratsamts Ludwigsburg gibt Tipps, wie man sich vor Stichen schützen kann.
In Deutschland sind über 50 Stechmückenarten heimisch. Seit einigen Jahren breiten sich zudem invasive Arten wie die Asiatische Tigermücke aus. Diese steht unter besonderer Beobachtung, da sie potenziell Erreger wie das Dengue- oder Chikungunya-Virus übertragen kann.
Nicht an Stichen kratzen
Stechmücken orientieren sich vor allem am Geruch. Schweiß, Atemluft sowie parfümierte Produkte können eine anziehende Wirkung haben. Generell sollten Fliegengitter angebracht werden. Mückenschutzmittel können helfen, den Eigengeruch zu überdecken. Auch Biozid-Verdampfer oder Räucherspiralen, die Insektizide freisetzen, können zum Schutz beitragen. Häufig werden Hausmittel wie Citronella-Kerzen beworben, eine gesicherte Wirkung haben sie aber nicht.
Personen, die ein Land besuchen, in dem Krankheiten wie Dengue oder Chikungunya regelmäßig auftreten, sollten auf der Reise sowie etwa 14 Tage danach auf konsequenten Mückenschutz achten. Sofern sich Symptome entwickeln, sollte die Reise beim Besuch des Hausarztes erwähnt werden.
Trotz des Juckreizes ist es wichtig, nicht an den Stichen zu kratzen. Hierdurch können Bakterien in die Haut gelangen. Kühlung kann Linderung verschaffen. „Auch ein sogenannter Hot-Pen oder Mückenstich-Stift kann dem Juckreiz ein Ende setzen“, so Middel. Außerdem können Hausmittel wie Apfelessig, Zwiebel oder Speichel eine gewisse Linderung verschaffen.
Brutstätten der Tigermücke beseitigen
Die Weibchen der Asiatischen Tigermücke legen ihre Eier bevorzugt oberhalb der Wasseroberfläche in Regentonnen, Gießkannen, Vogeltränken, Blumenuntersetzern oder Eimern ab. „Belebte Teiche oder Seen mit Fischbesatz, Amphibien oder anderen Insektenlarven sind keine Brutstätten für Tigermücken“, so Middel. Um die Vermehrung zu vermeiden, sollten besagte Gefäße regelmäßig entleert, umgedreht, verschlossen oder abgedeckt werden.
Verdachtsfälle von Tigermücken können beim Gesundheitsdezernat des Landratsamts gemeldet werden. Die Exemplare können per Post eingesendet oder als Fotos an gesundheitsschutz@landkreis-ludwigsburg.de geschickt werden.