Müll und Ruhestörung in Stuttgart Bis hierhin und nicht weiter

Am Samstag um Mitternacht ist die Party am Feuersee vorbei – den Anwohnern zuliebe. Foto: Tilman Baur

Mit dem Aufenthaltsverbot zieht die Stadt eine klare rote Linie. Eine Dauerlösung ist eine solche Sperrung der Hotspots aber nicht, meint unsere Polizeireporterin Christine Bilger

Lokales: Christine Bilger (ceb)

Stuttgart - Jetzt ist Schluss mit lustig: Die Stadt hat entschieden, zu einer drastischen Maßnahme zu greifen mit der Sperrung zweier beliebter Treffpunkte. Denn das, was da abgeht, nehmen nur die Beteiligten als Party war. Für die Anwohner in der Umgebung ist es alles andere als das: Vor ihrer Haustür liegen Müll und Exkremente, und mehr noch als unterm Dreck leiden sie unter dem Lärm, der ihnen den Schlaf raubt. Diesen Menschen muss geholfen werden, das ist völlig klar. Denn die Stadt gehört nicht allein denjenigen, die nach Monaten des Lockdowns feiern wollen bis zum Morgengrauen. Sie gehört auch denen, die nachts schlafen wollen.

 

Die Stadt stellt sich schützend vor die Anwohner

Die Sperrungen sind keine Dauerlösung. Zum einen kann es nicht sein, dass nun Woche für Woche nachts die Polizei anrücken muss, um das Verbot durchzusetzen. Sie hat in den Partynächten ohnehin alle Hände voll zu tun. Auch dürfte im Gegensatz zur Sperrung der Treppe am Schlossplatz bei den Menschenmengen vom Feuersee und Marienplatz das Problem sein, wo die Menschen dann hingehen: Es können mehrere Tausend sein. Die Sperrung verfehlt dennoch ihre Wirkung nicht. Die Stadt zieht eine klare rote Linie. Und sie stellt sich schützend vor diejenigen, die seit Wochen aufgrund der Partys leiden. Die sind jetzt auch mal endlich dran.

christine.bilger@stzn.de

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