Museen müssen auf Sicht fahren Karlsruher Museen müssen schließen

Camille Pissarros „Ufer der Oise“ ist in der Staatsgalerie Stuttgart noch zu sehen. Foto: Staatsgalerie
Camille Pissarros „Ufer der Oise“ ist in der Staatsgalerie Stuttgart noch zu sehen. Foto: Staatsgalerie

In Stuttgart ist die Nachfrage nach Ausstellungen groß. Auch wenn die Museen wegen der Inzidenz-Lage auf Sicht fahren müssen, kann man bedenkenlos Termine buchen.

Kultur: Adrienne Braun (adr)
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Stuttgart - Die Mannheimer hat es als Erste erwischt, nun hat es auch Karlsruhe getroffen: Da dort in den vergangenen Tagen mehr als hundert Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern gezählt wurden, müssen die Museen wieder schließen. In Stuttgart haben die Ausstellungshäuser dagegen weiterhin geöffnet. Selbst bei neuen Verordnungen des Bundes dauert es mehrere Tage, bis die entsprechenden Anweisungen auf Landesebene in Kraft treten. Deshalb dürfen die Museen in Baden-Württemberg weiterhin öffnen – sofern die Inzidenz in der jeweiligen Stadt unter hundert liegt. „Wir verfolgen das Dashboard vom Robert-Koch-Institut sowie die offiziellen Angaben der Stadt Stuttgart“, sagt Helga Huskamp, die Sprecherin der Staatsgalerie Stuttgart. Schließen würde man nicht auf eigene Initiative, sondern nur, falls die Stadt eine entsprechende Verordnung herausgebe.

Um ein Stuttgarter Museum besuchen zu können, muss vorab ein Zeitfenster gebucht werden. In der Staatsgalerie Stuttgart oder dem Kunstmuseum wird der Termin reserviert. Im Landesmuseum Stuttgart kauft man mit der Reservierung auch schon seine Eintrittskarte, wofür eine Kreditkarte und ein Drucker benötigt werden. Die Tickets können nur fünf Tage im Voraus gekauft werden. „Wir fahren auf Sicht“, sagt die Sprecherin Heike Scholz. Sollte kurzfristig geschlossen werden, können die Eintrittskarten bis spätestens zwei Wochen nach dem vorgesehenen Termin zurückgegeben werden. Die Kosten werden erstattet.

Das Publikum sehnt sich nach Museumsbesuchen

Das Interesse an den Ausstellungen ist groß. In der Staatsgalerie Stuttgart sind die März-Termine ausgebucht, allerdings werden immer wieder Buchungen storniert, so dass sich kurzfristig freie Zeitfenster ergeben. Die Ausstellung „Fashion?! Was Mode zu Mode macht“ im Alten Schloss war am vergangenen Wochenende komplett ausgebucht, denn auf den tausend Quadratmetern Fläche dürfen sich nur 25 Personen gleichzeitig aufhalten. „Es ist toll, man hat die Ausstellung mehr oder weniger für sich allein“, sagt Heike Scholz. Im Kunstmuseum Stuttgart sind noch ausreichend Termine verfügbar sowohl für die Sammlung als auch die Sonderausstellung „Wände/Walls“. Sollte das Kunstmuseum kurzfristig schließen müssen, wird das über die Homepage und die sozialen Medien kommuniziert. Wer bereits ein Zeitfenster gebucht hat, soll aber auch eine Nachricht erhalten, sagt die Museumssprecherin Isabel Kucher.




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