Musical Peter Pan in Leonberg Der Traum vom Leben nach eigenen Wünschen

Von Marion Graeber 

Kleine und große Besucher lassen sich in der Leonberger Stadthalle in die fantasievolle Märchenwelt von Peter Pan entführen.

Die lächelnden Gesichter der Darsteller haben sehr viel Wärme in die Leonberger Stadthalle gebracht. Foto: factum/Bach
Die lächelnden Gesichter der Darsteller haben sehr viel Wärme in die Leonberger Stadthalle gebracht. Foto: factum/Bach

Leonberg - Nicht erwachsen werden, das ist es, was Peter Pan will. Ein kleiner Junge bleiben. Das Leben unbeschwert genießen. Lachen, tanzen und spielen. Er möchte schlafen und erst aufstehen, wenn er möchte. Peter Pan – er will frei sein.

So ist es wohl diese gelebte Freiheit, welche die Märchenfigur Peter Pan zu einem Sinnbild werden lässt. Das Leben ohne Vorschriften und ganz nach seinen eigenen Wünschen gestalten, das ist es, was ein jeder von uns im Herzen trägt. Nun, Peter Pan trägt diesen Wunsch nicht nur im Herzen, er lebt diesen Traum. Auf diese Weise ist die Geschichte der fiktiven Figur Peter Pan immer eine aktuelle. Seine Unschuld und sein sorgloses Wesen verleihen ihm eine ganz zauberhafte Ausstrahlung.

Familie als reinste Form der Liebe

Auch die Werte und die Bedeutung einer Familie sind in dem Stück, das das Theater Liberi aus Bochum auf die Bühne der Leonberger Stadthalle brachte, fest verankert. Familie als die reinste Form der Liebe. Liebe, die bleibt, weit über das fassbare Leben hinaus. Sehr liebevoll ist dieses Musical inszeniert worden. Kindgerecht, ohne dabei zu süß daher zu kommen. Die lächelnden Gesichter der Musical-Darsteller hatten etwas Wärmendes. Auch das Bühnenbild war gut durchdacht und immer wieder, angepasst an das Stück, leicht umzubauen. Die Kostüme fröhlich, bunt, fantasievoll und dabei doch authentisch.

Mit ihrem Teddybären im Arm, dem himmelblauen Kleidchen und der passenden Schleife im Haar spielte sich Wendy (Rebecca Hofbauer) in die kleinen Kinderherzen. Sie ist es, die sich von Peter Pan (Sasha Bornemann) auf die sagenumwobene Insel Nimmerland entführen lässt. In eine Fantasiewelt voller Abenteuer. Stellvertretend für all die Kinder schnuppert sie die gelebte Freiheit von Peter Pan.

Doch ist es immer wieder die Familie, welche Wendy schmerzlich vermisst. Bei all der Freiheit, welche sie in Nimmerland doch genießen darf. So ist da Wendys Mutter, Mrs. Darling (Laura Reinhardt). Elegant, gepflegt, fürsorglich und liebevoll spielt sie ihren Part als Ehefrau und Mutter. Später im Stück verkörpert sie außerdem den Jungen Starkey, sowie die Tiger Lily und Locke. Sie ist herrlich wandelbar und in jeder Rolle überzeugend.

Sasha Bornemann verkörpert die Rolle des Peter Pan verantwortungsvoll

An ihrer Seite Mr. Darling (Marlon Hangmann): Groß ist er und distinguiert. So ist es auch dieser Körpergröße geschuldet, die ihn in seinem Part als Käpt’n Hook einfach besonders gut wirken lässt. Als Familienhund Nana hat Tobias Ziebold eine Rolle, welche in den zuschauenden Kindern große Freude und Übermut weckt. Auch in seinen weiteren Rollen als Smee und Bohne ist er auf der Bühne präsent.

Herausragend das Spiel der Ann-Christin Pape. Als liebevolle und manchmal auch witzige und zickige Fee Tinker Bell eroberte sie im Handumdrehen die Herzen aller Zuschauer. Ihr stetig wechselnder Gesichtsausdruck spiegelte ein großes Spektrum menschlicher Gefühle wieder. Dabei hüpfte sie auf der Bühne frei und ausgelassen umher. Und auch ihre Sprache war herrlich direkt.

Schlussendlich Sasha Bornemann als Peter Pan – die Hauptfigur des Stücks und der Held aller Kinder. Sein Spiel, seine Präsenz – er ist sich seiner Wirkung bewusst und verkörpert seine Rolle verantwortungsvoll. Denn er ist eine Märchenfigur, ein Traum. Doch beinhalten Träume oft sinnhafte und wichtige Botschaften. Und so sind es genau diese Botschaften, die Worte zwischen den Zeilen, die gelebt und geliebt gehören.




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