Musical-Projekt in Schmiden Mit „Peter Pan“ ins Nimmerland

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Für das Musical-Projekt am Gustav-Stresemann-Gymnasium wird seit Wochen geprobt. Es ist am 26. und 27. Februar in der Schwabenlandhalle zu erleben. Der Vorverkauf hat begonnen.

Bei den Proben  müssen die Schauspieler Fantasie mitbringen. Foto: Eva Herschmann
Bei den Proben müssen die Schauspieler Fantasie mitbringen. Foto: Eva Herschmann

Schmiden - Zum Warmmachen lässt Regisseur Ralph Nigl die Schüler im Kreis herumlaufen und Worte und Satzfetzen ausstoßen: „Du“, „Ich“, „Ich nicht“. Bald sind alle locker genug für die erste Durchlaufprobe von „Peter Pan“, dem neuen Musical-Projekt des Gustav-Stresemann-Gymnasiums, das am 26. und 27. Februar in der Schwabenlandhalle aufgeführt wird. Bis dahin dauert es zwar noch eine Weile, aber der Vorverkauf hat begonnen, und die Karten sind erfahrungsgemäß schnell vergriffen.

Nigl, der eigentlich Geografie, Deutsch und Ethik unterrichtet und nun zum ersten Mal Regie führt, hat alle Schauspieler in der Aula der Albert-Schweitzer-Schule versammelt. Auch Sport- und Mathematiklehrerin Katharina Frey, für die Choreografie verantwortlich, ist gekommen.

Schüler, Lehrer und Eltern auf der Bühne

Im April wurden die Haupt- und Nebenrollen besetzt. Seitdem laufen die Vorbereitungen für das Stück um einen der größten Abenteurer der Kinderliteratur und Meister der Fantasie, der nie erwachsen wird. Gut 200 Schüler alle Altersstufen, Lehrer und Eltern werden bei „Peter Pan“ als Schauspieler und Sänger auf der Bühne des Hölderlinsaals stehen. „Wir hatten von vorneherein geplant, nach Fellbach zu gehen, weil wir Massenauf- und abgänge haben, die in der Schmidener Festhalle gar nicht möglich wären“, sagt die musikalische Leiterin Nele Gerhard. Der Elternchor, der Extrachor, der Unterstufenchor und ein Eltern-Lehrer-Schüler-Chor werden zum Einsatz kommen. „Bei den Piraten sind vor allem die Männerstimmen gefragt.“

Nach „Hair“ oder „Jesus Christ Superstar“ ist „Peter Pan“ ist – das nächste ambitionierte Vorhaben der singenden und schauspielernden GSG-Laien. Die Schmidener wollen die verlorenen Jungs, Käpt’n Hook, den Widersacher Peter Pans, und dessen Bootsmann Smee, die Fee Tinkerbell und viele andere Figuren von der geheimnisvollen Insel Nimmerland zum Leben erwecken. Erzählt wird, wie Peter Pan auf einem seiner Ausflüge nach London eines Nachts dem Mädchen Wendy Darling begegnet, die ihren Brüdern John und Michael vor dem Einschlafen Geschichten erzählt. Peter nimmt alle drei mit nach Nimmerland, wo sie viele Abenteuer erleben. Doch schließlich vermissen die Kinder ihre Eltern so sehr, dass Peter sie zurückbringt. Auch die verlorenen Jungs kehren Nimmerland den Rücken zu. „Alle Kinder verlassen eines Tages ihr Nimmerland, kommen nach Hause und werden erwachsen. Nur ein Kind nicht“, heißt es in den Geschichten von James Matthew Barrie.

Das Kinderzimmer besteht aus drei Turnmatten

„Mädchen sind viel zu schlau, um aus dem Kinderwagen zu fallen“, sagt Lukas Kessler, der den Peter Pan spielt, laut und mit Nachdruck. Bei der Probe benötigen er und seine Schauspielerkollegen viel Fantasie. Das Kinderzimmer von Wendy und ihren beiden Geschwistern John und Michael besteht aus drei Turnmatten auf dem Boden. Die echten Kulissen sind bei einem Schreiner in Arbeit.

Das Bühnenbild von Nimmerland gestaltet Simone Wiegand mit ihrem Team. Mit Hilfe von Projektionen, die Weite vermitteln und den ganzen Bühnenraum ausnutzen, wollen sie das Fantasieland erschaffen, in dem alles das wahr wird, an das man glaubt. Nicht alles muss für „Peter Pan“ neu gemacht oder beschafft werden. „Die Indianerkriegerinnen sind schon komplett ausgestattet, da haben wir von ,Annie get your gun’ genügend Auswahl im Fundus“, sagt Eva Knödler, die sich seit Jahren um die Kostüme der Musicaldarsteller kümmert.




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