Musicals in Corona-Zeiten Andrew Lloyd Webber fordert Wiedereröffnung

Von red/AP 

Der Schöpfer von „Phantom der Oper“ und anderen Musical-Hits schlägt Alarm: Andrew Lloyd Webber sieht die Bühnen durch Corona in ihrer Existenz gefährdet.

Andrew Lloyd Webber appelliert an die Politiker. Foto: AP/Damian Dovarganes
Andrew Lloyd Webber appelliert an die Politiker. Foto: AP/Damian Dovarganes

London - Der britische Musical-Komponist Andrew Lloyd Webber hat Parlamentarier eindringlich zur Wiederöffnung der Bühnen gedrängt. „Wir sind an dem Punkt, von dem es kein Zurück mehr gibt“, sagte Lloyd Webber am Dienstag dem Kulturausschuss des britischen Parlaments in einem Video. Es sei schwer, angesichts der Abstandsregeln eine profitable Show auf die Beine zu stellen. Nur wenige Musicals hätten das große Los gezogen, wie „Hamilton“, „Der König der Löwen“ oder sein „Phantom der Oper“.

„Unglaublich arbeitsintensiv“

„Wir müssen unsere Kunstbranche einfach wieder öffnen“, sagte Lloyd Webber. „Es kommt ein Punkt, an dem wir einfach nicht mehr weitermachen können.“ Eine Aufführung zu organisieren sei derzeit in vieler Hinsicht reine Liebhaberei. Anders als im Kino genüge es auch nicht, die Theater einfach wieder zu öffnen. „Theater ist ein unglaublich arbeitsintensives Geschäft“, sagte der 72-Jährige.

Lloyd Webbers Unternehmen hatte im Juli ein Pilotkonzert mit der Soul-Sängerin Beverley Knight in London organisiert, um Sicherheitsregeln für solche Shows unter Corona-Bedingungen zu testen. Dazu gehörten getrennte Sitzgruppen und Mundschutze. Damit wollte er zeigen, wie Theater bei voller Kapazität sicher wieder öffnen können. Auf die Frage, welche Botschaft er an die britische Regierung habe, sagte Lloyd Webber: „Gebt uns ein Datum.“




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