Musiker zum Urheberrecht Im Ton vergriffen, in der Sache zum Teil nachvollziehbar

Wer darf Musikstücke in welchem Umfang online verbreiten? Der Gesetzentwurf versucht, darauf eine Antwort zu geben (Symbolbild). Foto: Imago/Westend61
Wer darf Musikstücke in welchem Umfang online verbreiten? Der Gesetzentwurf versucht, darauf eine Antwort zu geben (Symbolbild). Foto: Imago/Westend61

Der Konfrontationskurs der Musikbranche in dem offenen Brief zum Urheberrecht ist nicht zielführend auf dem Weg zu einem Interessenausgleich – und der Gesetzentwurf nicht so schlecht, wie er dargestellt wird.

Volontäre: Leonie Rothacker (lro)
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Stuttgart - Mehr als tausend deutsche Musikerinnen und Musiker gehen beim Thema Urheberrecht auf Konfrontation mit der deutschen Politik. Sie verunglimpfen deren Versuch, bei einer hochkomplexen Thematik mit vielen verschiedenen Beteiligten einen Interessenausgleich zu schaffen, als„Entmündigung“ und „Enteignung“. Sie unterstellen der Bundesregierung sogar, urheberrechtliche Ansprüche und „echte Lizenzverträge auf Augenhöhe“ absichtlich zu vereiteln. Mitinitiatorin Julia Neigel spricht gegenüber unserer Zeitung von einer „Plünderung von Kulturgut“ und davon, die Gesetzentwürfe stünden im Konflikt mit der europäischen Charta für Menschenrechte. Was in der Sache zum Teil gerechtfertigt sein mag, schießt im Ton weit über das Ziel hinaus.

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