Musk greift nach OpenAI Neues Werkzeug für den Größenwahnsinn

Zwei, die sich nicht mögen: Sam Altman, Gründer von OpenAI (links) und der Multi-Unternehmer Elon Musk. Foto: AFP/PATRICK T. FALLON

Sollte Elon Musk OpenAI, den Pionier der Künstlichen Intelligenz, je kaufen, droht Düsteres. Doch noch stehen davor einige Hürden, schreibt Andreas Geldner.

Stadtentwicklung & Infrastruktur: Andreas Geldner (age)

Dem reichsten Mann der Welt, der vor einigen Jahren Twitter gekauft und zur Volksverhetzungs-Plattform X umgekrempelt hat, jetzt die Übernahme von OpenAI ermöglichen, den Pionier der Künstlichen Intelligenz? Was könnte da schon schiefgehen . . .

 

KI ist für Musk ein Machtinstrument

Es stimmt: Über Jahre hinweg hat Musk, der anfangs bei OpenAI dabei war, die Gefahren der Künstlichen Intelligenz (KI) betont. Aber man muss hinschauen, was er meint: Er fürchtet, dass KI den Menschen entmachten könnte. Gegen ein Allmachtswerkzeug in seinen eigenen Händen hat er nichts. Vielleicht muss man Elon Musk fast dankbar sein, dass er mit seinem Kettensägen-Aktionismus im US-Staatsapparat gerade aller Welt vorführt, was passiert, wenn Tech-Oligarchen zu viel Macht bekommen. Bei seinem von einem Richter als illegal bezeichneten Zugriff auf die Zahlungssysteme der US-Regierung ist KI für Musk schon jetzt das entscheidende Kontrollwerkzeug.

Man sollte keine Illusionen haben. Musk hat enorm viel Geld. Und gerade ist er in den USA höchstpersönlich daran beteiligt, staatliche Regulierer zu feuern, die ihn stoppen könnten. Doch noch gibt es Macho-Rivalitäten im Silicon Valley. OpenAI-Gründer Sam Altman mag Musk nicht. Und auch der Verwaltungsrat der Firma und Großeigentümer Microsoft werden bei 100 Milliarden Dollar (noch) nicht schwach. Doch wenn so etwas der einzige Schutzwall gegen Musks Größenwahn ist, droht irgendwann Düsteres.

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