Nach Angriff auf Asylbewerber Rottenburger setzen Zeichen gegen Rechts

Von dpa/lsw 

Bis zu 800 Menschen haben am Dienstag gegen Ausländerfeindlichkeit demonstriert. Am Samstag hatte eine Mann mit Verbindungen zur rechten Szene zwei Asylbewerberinnen angegriffen.

In Rottenburg haben Menschen gegen Rechts demonstriert (Symbolbild). Foto: dpa
In Rottenburg haben Menschen gegen Rechts demonstriert (Symbolbild). Foto: dpa

Rottenburg - Nach einem Angriff auf zwei Asylbewerberinnen aus Afrika sind nach Polizeiangaben bis zu 800 Menschen in Rottenburg (Kreis Tübingen) gegen Fremdenfeindlichkeit auf die Straße gegangen. Die einstündige Protestaktion am Dienstag verlief nach Polizeiangaben friedlich. „Es ist ganz ruhig“, sagte ein Polizeisprecher. Die Stadt Rottenburg hatte gemeinsam mit Kirchen und Parteien zu der Kundgebung gegen Rechts aufgerufen. „Fremdenfeindlichkeit hat in unserer Stadt keinen Platz“, schrieb Oberbürgermeister Stephan Neher (CDU) in einer Einladung.

Ein Betrunkener mit Verbindungen zur rechen Szene soll die beiden Afrikanerinnen im Alter von 27 und 36 Jahren am Samstag angepöbelt und auf sie eingeschlagen haben. Beide Frauen kamen zunächst in ein Krankenhaus, sind inzwischen aber wieder entlassen worden. Der Verdächtige sitzt in Untersuchungshaft.

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