Spezialausrüstung und Transportmittel für eine schnelle Reaktion auf Notfälle, das benötigt die ukrainische Partnerstadt Poltawa jetzt dringend, hat sie mitgeteilt.

Filderzeitung: Natalie Kanter (nak)

Nach den jüngsten russischen Angriffen auf Poltawa stimmen sich die Verantwortlichen von Filderstadt, Leinfelden-Echterdingen und Ostfildern derzeit dazu ab, wie sie der Anfrage aus ihrer gemeinsamen ukrainischen Partnerstadt am besten nachkommen können. „Unsere Gemeinde braucht dringend Spezialausrüstung und Transportmittel für eine schnelle Reaktion auf Notfälle, um wirksam reagieren zu können, Personal zu transportieren und so das Leben und das Eigentum der Bürger zu retten“, hat der Filderstädter Oberbürgermeister Christoph Traub vor wenigen Tagen als Rückmeldung auf seine Anfrage aus Poltawa erhalten.

 

Aktuell liegt die Geschäftsführung der gemeinsamen Partnerschaft bei Filderstadt. Christoph Traub hat den Hut auf. „Wenn es eine Möglichkeit gibt, den Transfer von Maschinen, Ausrüstung oder humanitärer Hilfe in Betracht zu ziehen, werden wir aufrichtig dankbar sein“, heißt es in der Nachricht weiter. Und: „Eine solche Unterstützung wird uns ermöglichen, wirksamer zu helfen.“

Bei einem Drohnenangriff auf Poltawa waren Anfang Juli zwei Menschen ums Leben gekommen und 47 Menschen verletzt worden. „Es wurde eine zweistellige Zahl an zivilen Gebäuden getroffen – deshalb die hohe Zahl an Verletzten“, hatte Christoph Traub damals unserer Zeitung gesagt.

Am Tag nach dem Angriff war ein Trauertag in der ukrainischen Stadt ausgerufen worden. Anfang Februar sollen 14 Menschen bei dem Raketenangriff auf ein Wohnhaus getötet worden sein. Damals soll es 17 Verletzte gegeben haben. Zu Beginn des russischen Angriffskriegs war die Stadt zunächst vom Bombenhagel verschont geblieben. Deshalb leben dort auch sehr viele Binnenflüchtlinge.

Die SPD-Fraktion in Leinfelden-Echterdingen, die gerne mehr Infos über die aktuelle Lage in der ukrainischen Partnerstadt erhalten würde, hatte in einer Gremiensitzung der Verwaltungsspitze von Leinfelden-Echterdingen einige Fragen zu Poltawa gestellt und wartet nun auf Antworten. Den Sozialdemokraten der anderen Partnerstädte soll es ähnlich gehen.

Wer Poltawa unterstützen möchte, kann Geld auf das gemeinsame Spendenkonto der drei Filderkommunen überweisen. 73 835 Euro sind dort bereits eingegangen.