Nach Axt-Attacke bei Würzburg Innenministerium bestätigt Echtheit des Bekenner-Videos

Von red/dpa 

Nach der Axt-Attacke in einem Zug bei Würzburg hat der IS ein Video veröffentlicht, dass den Angreifer zeigen soll. Das bayerische Innenministerium bestätigt nun die Echtheit.

Rettungsfahrzeuge stehen am 18. Juli an einer Straßenabsperrung in Würzburg, nachdem ein Mann in einem Regionalzug Reisende angegriffen hat. Foto: dpa
Rettungsfahrzeuge stehen am 18. Juli an einer Straßenabsperrung in Würzburg, nachdem ein Mann in einem Regionalzug Reisende angegriffen hat. Foto: dpa

München - Das bayerische Innenministerium hat die Echtheit des im Internet verbreiteten Bekennervideos zum Attentat von Würzburg bestätigt. „Der Mann auf dem Video ist der Täter von Würzburg“, sagte ein Sprecher von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur in München. Herrmann selbst erklärte im Bayerischen Fernsehen („Rundschau-Magazin“): „Wir wissen, dass das Video authentisch ist“.

Das Video war am Dienstag vom IS-Sprachrohr Amak im Internet veröffentlicht worden. „Im Namen Gottes, ich bin ein Soldat des IS und beginne eine heilige Operation in Deutschland“, bekennt der 17-jährige Täter aus Afghanistan darin.

Gesichtsvergleiche des BKA bringen Kärung

Die Klärung der Identität des Attentäters stützt sich nach Angaben des Innenministeriums auf Gesichtsvergleiche des Bundeskriminalamtes (BKA). Außerdem hätten Zeugen auf dem Video klar erkannt, dass dieses in Würzburg aufgenommen wurde, sagte der Sprecher des Innenministeriums.

Damit bestätigt sich, dass der Attentäter ein islamistisches Motiv hatte. Der Jugendliche habe sich an Nicht-Muslimen rächen wollen, die seinen Glaubensbrüdern Leid angetan hätten, hatte der Leitende Oberstaatsanwalt Erik Ohlenschlager bereits am Nachmittag erklärt.

Der Attentäer hatte am Montagabend in einem Regionalzug bei Würzburg Mitreisende mit Axt und Messer angegriffen und fünf Menschen verletzt. Zwei von ihnen schweben noch in Lebensgefahr. Auf der Flucht wurde der Jugendliche von der Polizei erschossen.