Das Feuer in der Mühlgasse in Böblingen-Dagersheim ist zwar gelöscht. Doch muss die Feuerwehr höllisch aufpassen, dass es nicht neu aufflackert. Die Vorsicht ist begründet.
Nach dem schlimmen Brand eines Wohnhauses am Donnerstagnachmittag in der Mühlgasse in Böblingen-Dagersheim konnte nach den Löscharbeiten der Verkehr rund um die Brandörtlichkeit zwar wieder freigegeben werden. Doch Entwarnung gab es längst nicht.
Für Nachlöscharbeiten hatte die Feuerwehr in der Nacht auf Karfreitag eine Brandwache eingerichtet. Um die Löscharbeiten zu unterstützen, waren laut der Feuerwehr Gebäudeteile mit einem Bagger abgerissen worden. Dass die Brandwache nicht unnötig war, zeigte sich dann in den frühen Morgenstunden, als zunehmender Rauch am Dach festgestellt wurde. Die Brandwache forderte daher weitere Kräfte der Feuerwehr Böblingen an. Darunter unter anderem das Drehleiterfahrzeug, um aus dem Korb gezielt an Glutnester im Dach zu gelangen.
Die Glutnester haben sich laut Feuerwehrangaben im Brandverlauf in die Holzfaserdämmplatten ausgebreitet, was ein Ablöschen nur sehr schwer möglich macht und in mühsamer Handarbeit erledigt werden muss. Letztlich wurde entschieden, die Dämmkonstruktion zurückzubauen, die Dämmplatten zu entfernen, um diese am Boden ablöschen zu können und ein weiteres Ausbreiten der Glutnester zu verhindern. Am Freitagnachmittag ging die Feuerwehr davon aus, dass sich die Arbeiten vermutlich bis in die Abendstunden hinziehen werden.
Bürgermeisterin und Ortsvorsteher machen sich ein Bild von der Lage
Gemeinsam mit Ortsvorsteher Hendrik Queck machte sich Bürgermeisterin Christine Kraayvanger vor Ort ein Bild von der Lage. „Das schlimme Brandereignis in der Dagersheimer Mühlgasse zeigt uns, wie wichtig und unerlässlich unsere starke Feuerwehr Böblingen für unsere Stadtgesellschaft ist. Ich bin froh, dass kein großer Personenschaden zu verzeichnen war. Der Zusammenhalt von Nachbarschaft und Familie mit den Betroffenen beeindruckt mich sehr und hilft in dieser schwierigen Situation besonders“, sagte Kraayvanger.
Bei dem Brand hatte ein 58 Jahre alter Hausbewohner Brandverletzungen erlitten und musste laut Polizeiangeben in ein Krankenhaus gebracht werden. Den Schaden beziffert die Polizei mit derzeit rund eine Million Euro. Das Feuer hatte von einer Garage auf das Haus übergegriffen. Die Brandursache ist noch unklar, die Ermittlungen dazu laufen.