Nach Brand in Vaihingen Anwohner ohne Wasser und Strom – Geschäfte heute geschlossen

Der Großbrand in der Keltergasse hat in der Nacht auf Donnerstag die Feuerwehr in Atem gehalten. Foto: Vaihingen an der Enz

Der Großbrand in einer Garage in Vaihingen an der Enz hat weitreichende Folgen für die Anwohner. Strom und Wasser wurden abgestellt. Wie geht es jetzt weiter?

Der Brand in einer Tiefgarage am Marktplatz in Vaihingen an der Enz hat schwerwiegende Folgen für die Anwohner. Denn das Feuer ist zwar seit den frühen Morgenstunden gelöscht. Allerdings mussten Strom und Wasser abgestellt werden. Noch ist unklar, wann der Komplex wieder ans Netz angeschlossen werden kann. Was das für die Anwohner und die anliegenden Geschäfte bedeutet.

 

Konkret geht es um die Tiefgarage des Wohnkomplexes in Bereich der Keltergasse und Heilbronner Straße. Dort ist in der Nacht auf Donnerstag aus noch ungeklärter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Neun geparkte Autos standen im Vollbrand, als die Feuerwehr eintraf, zwölf weitere wurden durch Ruß erheblich beschädigt. Die Polizei schätzte den Schaden zunächst auf rund eine Million Euro. Noch ist aber unklar, wie stark das Gebäude in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Knapp 50 Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen

Der Schaden sollte nicht die einzige Folge des nächtlichen Feuers bleiben: Aufgrund der starken Rauchentwicklung mussten noch in der Nacht alle umliegenden Gebäude evakuiert werden. 47 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. „Sie konnten zunächst im Wärme- und Rettungsbus des Landkreises notversorgt werden“, berichtet Astrid Kniep, Pressesprecherin der Stadt Vaihingen an der Enz. Der Stadt gehören in der Garage alle öffentlichen Stellplätze. „Etwa 30 der Bewohnerinnen und Bewohner wurden anschließend vom Rettungsdienst in der Vaihinger Stadthalle betreut.“

Gegen 4 Uhr war das Feuer unter Kontrolle, ein Auto musste im Havarie-Container der Feuerwehr gelöscht werden. „Diesen holen wir im Ernstfall schnell vom örtlichen Abschleppunternehmen ab und bringen ihn zum Einsatzort“, erklärt der Feuerwehrkommandant Thomas Korz. Dies habe auch in dieser Brandnacht reibungslos funktioniert.

Gegen 7 Uhr konnten die Anwohner der Stadt zufolge zunächst in die Gebäude zurückkehren. Allerdings war die Strom- und Wasserversorgung unterbrochen, weshalb sich das Ordnungsamt um eine schnelle Unterbringungsmöglichkeit für die Betroffenen bemühte, bis die Infrastruktur wiederhergestellt ist. Immerhin: Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.

„Wir haben allen Betroffenen angeboten, sie in anderen Wohnungen oder Notunterkünften unterzubringen“, erzählt Astrid Kniep. Bis zum Nachmittag hatte davon allerdings noch niemand Gebrauch gemacht. Trotz der Einschränkung blieben viele der Bewohner zunächst in den Häusern, andere hatten bereits privat eine Lösung gefunden und waren bei Verwandten oder Bekannten untergekommen. „Die Lage kann sich natürlich jederzeit ändern“, so Kniep. Zumal noch nicht klar sei, wann die Strom- und Wasserversorgung wieder gewährleistet wird.

Die anliegenden Läden und Praxen jedenfalls, ebenso die Poststelle, bleiben zumindest am heutigen Donnerstag geschlossen. Wie es danach weitergeht, wird sich erst zeigen.

170 Einsatzkräfte und Helfer vor Ort

Oberbürgermeister Uwe Skrzypek-Muth lobte das schnelle Eingreifen der Feuerwehr und das reibungslose Zusammenspiel der vielen Einsatzkräfte – außer Feuerwehr und Polizei waren auch Rettungsdienste, DRK-Helfer, Notärzte, der Rettungsbus des Landkreises und Mitarbeiter des Ordnungsamtes im Einsatz. „Es ist gut zu wissen, dass wir uns alle in der Not auf die eingespielten Abläufe der Helferinnen und Helfer verlassen können“, so der OB.

Rund 170 Einsatzkräfte und Helfer waren in der Nacht im Einsatz. Die Ermittlungen zur Brandursache hat das Polizeirevier Vaihingen übernommen.

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