Nach Brand Tausende Ditzinger ohne Strom

Bei dem Feuer im Trafohäuschen entstand ein großer Schaden. Foto: 7aktuell.de/ NR
Bei dem Feuer im Trafohäuschen entstand ein großer Schaden. Foto: 7aktuell.de/ NR

Die Gesamtstadt Ditzingen ist am Sonntag ohne Elektrizität gewesen. Die Gründe dafür sind wohl vielfältig.

Ludwigsburg: Franziska Kleiner (fk)
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Ditzingen - Zwei Kabelfehler in der Erde und der Brand eines Trafohäuschens waren die Ursache dafür, dass die Ditzinger am Sonntagabend zum Teil stundenlang ohne Elektrizität ausharren mussten. Wie die Polizei mitteilt, war kurz vor 22 Uhr ein Trafohaus im Ortsteil Heimerdingen in Brand geraten. Die Feuerwehr, die mit 40 Einsatzkräften am Brandort war, habe den Brand mit speziellem Löschmittel rasch unter Kontrolle bringen können, so die Polizei.

Doch die Folgen waren in Ditzingen zum Teil weitreichend: Während die ersten Ditzinger schon nach acht Minuten wieder Strom hatten, mussten viele stundenlang ausharren. Kurz nach Mitternacht, so die Sprecherin des Energieversorgers, Ramona Sallein, seien die meisten wieder am Netz gewesen. Die letzten Gebäude im Heimerdinger Gewerbegebiet wurden laut der EnBW am Montagmorgen kurz nach 8 Uhr ans Netz angeschlossen.

Suche nach der Ursache läuft

Was zu dem Stromausfall geführt hatte, ist nun Gegenstand der Untersuchungen, wie Ramona Sallein mitteilt. Ihr zufolge waren nahezu gleichzeitig mehrere Fehler im Netz registriert worden. Kurz nach 20.30 Uhr hatte es zwei Kabelfehler gegeben, sowohl im Bereich Graben- und Wiesenäckerstraße als auch im Bereich Röntgenstraße. Zudem brannte es später im Trafohäuschen.

Ob die Kabelfehler ursächlich für den Brand im Trafohäuschen waren oder aber der Brand die Kabelfehler bedingte – das müssten nun die Untersuchungen zeigen, sagt die EnBW-Sprecherin. Aussagen darüber seien zum jetzigen Zeitpunkt Spekulation. Gleichwohl weise bisher nichts auf eine – etwa durch Bauarbeiten verursachte – Kabelbeschädigung hin.

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Für den Brand im Trafohäuschen wurde laut der EnBW ein Gutachter hinzugezogen. Die Höhe des Schadens beläuft sich nach Polizeiangaben auf etwa 50 000 Euro. Laut dem Energieversorger hingegen sei die Höhe des Schadens nicht zu beziffern, so lange die Untersuchungen nicht abgeschlossen seien und nicht geklärt sei, welcher Schaden insgesamt angerichtet worden sei.

Unfall auf der Anfahrt

Personen wurden nicht verletzt. Zur Einsatzstelle waren neben der Feuerwehr zusätzlich Polizei und Rettungsdienst gekommen. Auf der Anfahrt zum Einsatz hatte zudem ein Fahrzeug des Energieversorgers einen Unfall. Wie die Polizei berichtet, war das Auto in der Feuererbacher Straße nach rechts von der Straße abgekommen. Die Höhe des Schadens an Fahrzeug und Leitplanke wird mit 3000 Euro angegeben. Laut der EnBW wurde der Mitarbeiter des Servicezentrums in Leonberg nicht verletzt.




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