Nach Anschlag auf Ulmer Synagoge Polizei wertet Spuren am Tatort aus

Vor der Synagoge in Ulm liegen am Holocaustdenkmal Blumen. Am Samstagmorgen kam es hier zu einem Brandanschlag. Foto: dpa/Stefan Puchner
Vor der Synagoge in Ulm liegen am Holocaustdenkmal Blumen. Am Samstagmorgen kam es hier zu einem Brandanschlag. Foto: dpa/Stefan Puchner

Trotz eines Zeugenaufrufs der Polizei sind bisher noch keine Hinweise zu dem Brandanschlag auf eine Synagoge in Ulm vom Wochenende eingegangen. Derzeit werden aber Spuren vom Tatort ausgewertet.

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Ulm - Nach dem Brandanschlag auf die Synagoge in Ulm hat die Polizei bislang keine Hinweise auf den Täter. Es seien auf den Zeugenaufruf noch keine Hinweise eingegangen, sagte ein Sprecher der Polizei in Ulm am Montag. Die Spuren vom Tatort würden nun ausgewertet.

Der Sprecher bestätigte zudem, dass im Internet Videoaufnahmen zu sehen sind, die die Tat an dem Gotteshaus der jüdischen Gemeinde zeigen. Die Aufnahmen stammten offenbar von einer Überwachungskamera an der Synagoge, hieß es. Die Ermittler prüften nun, wie diese Aufnahmen ins Internet gelangten. Zum entstandenen Schaden am Gebäude konnte der Sprecher zunächst keine Angaben machen. Menschen waren bei dem Anschlag nicht verletzt worden.

Ein bislang Unbekannter hatte am Samstagmorgen aus einer Flasche eine Flüssigkeit an der Fassade der Synagoge ausgeleert und angezündet. Da ein Passant dies beobachtete und umgehend die Feuerwehr rief, konnte der Brand schnell gelöscht werden. Die Tat hat bei den Menschen in Ulm und zahlreichen Politikern im Land für Empörung gesorgt. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) verurteilte die Tat als „niederträchtig“.

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