Nach brutalem Foul Milzriss – Handballer des SV Leonberg/Eltingen II verletzt sich schwer

Konstantin Katz (re.) spielt sowohl Handball als auch Football – im Foto ist er als Kommentator eines Spiels der Leonberg Alligators im Jahr 2022 zu sehen. Foto: Andreas Gorr

Die junge Truppe des Handball-Bezirksligisten SV Leonberg/Eltingen II findet allmählich zusammen – ein tragischer Vorfall überschattet jedoch das Spiel beim MTV Stuttgart II.

Schock für die Leonberger Handballer: Im Bezirksliga-Spiel beim MTV Stuttgart II (26:22) wurde ein Akteur des SV Leonberg/Eltingen II schwer verletzt. In der Schlussminute wurde Konstantin Katz von einem Gegenspieler böse gefoult – eine Aktion, die lediglich mit einem Freiwurf geahndet wurde. Nach dem Abpfiff verschlechterte sich der Zustand des 30-Jährigen rapide.

 

Im Krankenhaus wurde ein schwerer Milzriss mit massivem Blutverlust festgestellt, der eine Notoperation nötig machte, bei der die Milz entfernt werden musste. „Mittlerweile geht es dem Spieler den Umständen entsprechend wieder ganz gut“, teilte Stefan Schuster vom SV mit, er blieb zur Sicherheit noch einige Tage im Krankenhaus – die Folgen dieser Verletzung werden den leidenschaftlichen Sportler, der neben Handball noch Football spielt (2022 bis 2025 bei Stuttgart Surge in der ELF), sein Leben lang begleiten.

Die zweite SV-Mannschaft findet sich

Die erste Phase der Saison für die zweite Garnitur des Oberligisten war in vielerlei Hinsicht herausfordernd – sportlich, organisatorisch und emotional. Der große personelle Umbruch ist spürbar, doch die junge Mannschaft macht Fortschritte. Nach einem zähen Start, in dem einige Spieler zunächst Zeit benötigten, um mit dem deutlich höheren Tempo, der physischen Intensität und dem Trainingsalltag im Aktivenbereich zurechtzukommen, hat sich das Gesamtbild sehr positiv entwickelt.

Die Trainingsbeteiligung ist konstant hoch, die Einstellung stimmt, und innerhalb der Gruppe wächst die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und sich weiterzuentwickeln. Mit 6:8 Punkten und einem ausgeglichenen Torverhältnis steht die Mannschaft solide im Mittelfeld der Bezirksliga-Tabelle. Sie ist zwar noch nicht dort, wo sie hin möchte, doch hat die Hinrunde bereits gezeigt, dass das Team mehr Qualität besitzt, als viele im Sommer erwartet hatten.

Die Ergebnisse spiegeln den Reifeprozess einer neu formierten, sehr jungen Mannschaft wider: In vielen Spielen zeigte das Team gute Ansätze, vor allem offensiv viel Mut und zunehmend mehr Struktur. Dennoch verhinderte die fehlende Konstanz – insbesondere in der Abwehr über 60 Spielminuten hinweg – bessere Resultate. Abstimmungsprobleme, zu wenig Zugriff in entscheidenden Phasen und noch zu viele technische Fehler und Fehlwürfe führten dazu, dass mehrere enge Spiele unglücklich aus der Hand gegeben wurden. Gleichzeitig ist klar erkennbar, dass an diesen Defiziten intensiv gearbeitet wird. Die Mannschaft zeigt im Training eine hohe Bereitschaft, die defensive Stabilität zu verbessern und offensiv geduldiger und zielgerichteter Chancen herauszuspielen. Die Lernkurve stimmt.

Defensive Stabilität muss besser werden

So schwer der Schock um Konstantin Katz wiegt – die Mannschaft zeigt Charakter. Die Spieler rücken zusammen, investieren im Training und stellen sich den Herausforderungen geschlossen. Die Entwicklung ist klar sichtbar, und das Potenzial ebenso. Nun gilt es, die sportliche Linie zu festigen, die defensive Stabilität weiter zu verbessern und gleichzeitig die strukturellen Themen konstruktiv weiterzuentwickeln. Mit diesem Weg besteht die Chance, die zweite Herren-Mannschaft langfristig als echten Entwicklungsmotor im Verein zu etablieren – und jungen Spielern eine verlässliche sportliche Heimat zu bieten.

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