Nach dem 2:4 beim Meister Bayern war gestern – jetzt kommen die wichtigen Spiele
Der VfB sollte die Sonntagspartie in München schnell abhaken. Denn in den kommenden Wochen entscheidet sich, ob das Team auch die ganz großen Ziele erreichen kann.
Der VfB sollte die Sonntagspartie in München schnell abhaken. Denn in den kommenden Wochen entscheidet sich, ob das Team auch die ganz großen Ziele erreichen kann.
Es war eine Meisterfeier quasi im Vorbeigehen für den FC Bayern München. Luis Diaz hielt in den Katakomben der Arena in Fröttmaning eine Meisterschale aus Pappe in die Luft, der Trainer Vincent Kompany wollte sich am Abend noch ein Gläschen Rotwein gönnen – und der FCB-Präsident Herbert Hainer freute sich über eine Mannschaft, „die in dieser Saison so extrem viel Spaß macht.“
Während der deutsche Rekordmeister mit dem 4:2 über den VfB seinen 35. nationalen Titel unter Dach und Fach brachte, blieb es für Sebastian Hoeneß dabei: In München kann der Stuttgarter Cheftrainer bei allen Erfolgen in seinen drei Jahren im Zeichen des Brustrings einfach keine Punkte holen. Es war die dritte Niederlage im dritten VfB-Gastspiel beim FCB für den 43-Jährigen.
Dabei begann sein Team mit den zunächst quirligen Offensivkräften Tiago Tomas, Bilal El Khannouss und Chris Führich sehr forsch und taktisch gut eingestellt; die Gästen gingen durch einen schönen Schlenzer Führichs gar mit 1:0 in Führung. Doch nach rund einer halben Stunde machten die Münchner ernst, schalteten zwei Gänge höher – und stellten zwischen der 32. und der 37. Spielminute durch Tore von Raphael Guerreiro, Nicolas Jackson und Alphonso Davies auf 3:1.
Am Ende fiel das Ergebnis mit nur zwei Toren Differenz nach den Treffern von Harry Kane für die Bayern sowie von Chema mit einem tollen Dropkick-Treffer in den Winkel für den VfB noch einigermaßen verträglich aus. Die Punkte, das war bereits vor Anpfiff des Spiels gegen die Super-Bayern irgendwie klar, wird auch die Hoeneß-Elf gegen andere Gegner holen müssen.
Diese Partie sollten sie beim VfB also schnell abhaken. Denn es zählt genau jetzt – in den kommenden Wochen bis zum letzten Bundesliga-Spieltag am 16. Mai mit dem Gastspiel bei Eintracht Frankfurt, dem am besten eine Woche später eine erneute Teilnahme am DFB-Pokalfinale folgen soll. Erreicht die Hoeneß-Elf mindestens Platz vier in der Liga und somit die Champions League, hätte sie ihr Saisonziel bereits mit Sternchen erfüllt.
Eine Woche nach Bundesliga-Saisonschluss könnte dann in Berlin das Sahnehäubchen auf eine starke Saison gesetzt werden. Doch Vorsicht: In einem möglichen DFB-Pokalfinale von 2026 könnte der Gegner dann wieder FC Bayern München heißen.