Nach dem Brexit Die Börse bebt

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Das Votum der Briten für einen Ausstieg aus der Europäischen Union hat am Freitag die Aktienmärkte einbrechen lassen. Der Dax fiel im frühen Handel um 9,72 Prozent auf 9260,22 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rutschte um 7,6 Prozent ab. An der Londoner Börse knickte der FTSE 100 um 8,3 Prozent ein. „Alle sind falsch positioniert“, sagte ein Börsianer am frühen Morgen. „Keiner hat damit gerechnet, dass die Briten wirklich austreten. Jetzt gibt es immensen Absicherungsbedarf.“

Seit Mitte der Vorwoche war der Dax in zunehmender Hoffnung auf einen Verbleib der Briten noch um fast 9 Prozent angesprungen. Rund die Hälfte der Dax-Werte stand nun am Freitagmorgen prozentual zweistellig im Minus. Vor allem Bankenwerte gerieten massiv unter Druck. Die Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank brachen um jeweils rund 17 Prozent ein. Das Finanzzentrum London und die gesamte Finanzindustrie gelten mit als größte Verlierer des Brexit.

Um die Finanzmärkte zu beruhigen, stellt die britische Zentralbank eine milliardenschwere Finanzspritze in Aussicht. Sie sei bereit, „mehr als 250 Milliarden Pfund“ (326 Milliarden Euro) bereitzustellen, sagte der Gouverneur der Bank of England, Mark Carney, am Freitag in einer im Fernsehen übertragenen Rede. Daneben sei die Notenbank auch „in der Lage, bedeutende Liquidität in ausländischen Devisen bereitzustellen, wenn es nötig ist“. Zuvor hatte die Notenbank in einer Mitteilung bereits erklärt, sie werde „alle notwendigen Maßnahmen“ ergreifen, um finanzielle Stabilität in Großbritannien sicherzustellen.




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