Die Reisefreiheit innerhalb der Europäischen Union ist zunächst nicht betroffen, denn nach dem Vertrag von Lissabon gilt eine Kündigungsfrist von zwei Jahren. Erst zum Jahr 2018 könnten die Briten austreten, was eventuell Folgen für die Reisefreiheit hätte. Dann könnte im Rahmen der folgenden Verhandlungen mit der EU eine Visumspflicht für EU-Bürger eingeführt werden. Die Grenzkontrollen bleiben wie bisher bestehen. In Sachen Krankenversicherung ändert sich für Urlauber nichts: Nach wie vor übernehmen die Krankenkassen unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten für medizinisch notwendige Behandlungen im Ausland.

Schwaches Pfund: Profitieren könnten Reisende aus den Euro-Ländern von der Abwertung des britischen Pfund. Der Urlaub im Vereinigten Königreich wird günstiger, gleichzeitig müssen die Briten im Ausland tiefer in die Taschen greifen. Ob der Tourismus in den beliebten Urlaubsdestinationen der Briten unter dem Kursverfall leiden wird, bleibt abzusehen. Als Reaktion darauf könnten Hoteliers die Preise ebenfalls senken, womit wiederum Reisende aus dem Euro-Raum profitieren könnten.