Nach der Erdogan-Affäre Gündogan will weiter für Deutschland spielen

Von red/sid 

Ilkay Gündogan hat offenbar nicht vor, aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zurückzutreten. Eines seiner großen Ziele sei mindestens einen Titel mit der Nationalmannschaft zu gewinnen, gab der Mittelfeldspieler von Manchester City bei Instagram an.

Ilkay Gündogan will das Trikot der deutschen Nationalmannschaft weiter tragen. Foto: dpa
Ilkay Gündogan will das Trikot der deutschen Nationalmannschaft weiter tragen. Foto: dpa

Manchester - Ilkay Gündogan will im Gegensatz zu Mesut Özil trotz der heftigen Kritik an seiner Person wegen der Erdogan-Affäre offenbar weiter für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft spielen. „Die Champions League gewinnen und mindestens einen Titel mit der Nationalmannschaft“, antwortete der 27 Jahre alte Mittelfeldspieler von Manchester City bei Instagram auf eine Frage nach seinen sportlichen Zielen.

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Zusammen mit Özil, der nach der desaströsen WM in Russland aus der Nationalmannschaft zurückgetreten ist, hatte sich Gündogan vor dem Turnier in Russland zusammen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in London fotografieren lassen. Wegen dieses Termins waren die beiden England-Profis in die Kritik geraten.

2014er-Weltmeister Özil hatte zeitgleich mit seinem Rücktritt im vergangenen Monat heftige Vorwürfe gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB) erhoben und Rassismus und Respektlosigkeit beim Verband angeprangert, nachdem er zuvor wochenlang geschwiegen hatte. Gündogan hatte im Gegensatz zum Profi vom FC Arsenal frühzeitig zu diesem Thema Stellung bezogen und seine Beweggründe dargelegt. Im letzten WM-Test im vergangenen Juni in Leverkusen gegen Saudi-Arabien (2:1) war Gündogan vom Publikum bei jeder Ballberührung ausgepfiffen worden.