Nach einem Jahr Gefängnis Pistorius in den Hausarrest entlassen

Oscar Pistorius auf dem Weg zum Gericht. Nach einem Jahr im Gefängnis wird er nun in den Hausarrest entlassen – vorerst. Foto:  
Oscar Pistorius auf dem Weg zum Gericht. Nach einem Jahr im Gefängnis wird er nun in den Hausarrest entlassen – vorerst. Foto:  

Der wegen Totschlags verurteilte ehemalige südafrikanische Sprintstar Oscar Pistorius ist aus dem Gefängnis in den Hausarrest entlassen worden. Das teilte die Strafvollzugsbehörde in der Nacht zum Dienstag mit.

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Johannesburg - Oscar Pistorius wurde am Montagabend aus der Haftanstalt in Pretoria gebracht und unter „Strafaufsicht“ gestellt. Der 28-Jährige verbüßte knapp ein Jahr seiner fünfjährigen Haftstrafe im Gefängnis.

Es wird erwartet, dass Pistorius den Hausarrest im Haus seines Onkels in einem wohlhabenden Vorort von Pretoria verbringt. Er muss sich im Hausarrest an eine Reihe von Auflagen halten. Unter anderem muss er seine Psychotherapie fortsetzen und darf keine Schusswaffen besitzen.

Pistorius war im Oktober vor einem Jahr wegen des Todes seiner Freundin Steenkamp zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Diese Strafe kann nach Verbüßung von zehn Monaten in Hausarrest umgewandelt werden.

Strafprozess geht Anfang November in eine neue Runde

Die zuständigen Stellen stimmten einer solchen Umwandlung im Juni auch zu. Doch zwei Tage vor der für den 21. August vorgesehenen Freilassung ordnete Justizminister Michael Masutha an, das Prozedere noch einmal aufzurollen, weil Fristen nicht eingehalten worden seien.

Ungeachtet dessen geht der Strafprozess gegen Pistorius Anfang November in eine neue Runde. Die Staatsanwaltschaft will in der nächsten Instanz eine Verurteilung wegen Mordes erreichen. Sie wirft Pistorius vor, Steenkamp nach einem Streit vorsätzlich durch die Toilettentür seines Hauses erschossen zu haben. Der beinamputierte Pistorius hat dagegen stets beteuert, er habe hinter der Tür mitten in der Nacht einen Einbrecher vermutet und aus Angst geschossen.

Sollte Pistorius wegen Mordes verurteilt werden, müsste er mit einer Freiheitsstrafe von mindestens 15 Jahren rechnen.




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