Nach Eklat um Boris Palmer Grünen-Mitglieder fordern Parteiausschluss von Tübinger OB

Von red/dpa 

Nach dem Eklat um Boris Palmer fordert eine Gruppe Grünen-Politiker aus Berlin den Ausschluss des Tübinger Oberbürgermeisters. Er sorgte diese Woche mit fragwürdigen Äußerungen zu einer Bahn-Werbekampagne für Kopfschütteln.

Boris Palmer gerät immer mehr unter Druck. Foto: dpa
Boris Palmer gerät immer mehr unter Druck. Foto: dpa

Berlin - Eine Gruppe Berliner Grünen-Politiker fordert den Parteiausschluss des Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer. Dieser habe sich „mittlerweile als rechtspopulistischer Pöbler etabliert“, heißt es in einem offenen Brief, für den die Autoren in Berlin und darüber hinaus um Unterstützung werben. Die Reihe seiner offen oder in ihrer Tendenz „rassistischen und hetzerischen“ Postings sei lang. Palmer verbinde „gar nichts“ mehr mit den Werten der Grünen.

Palmers Grünen-Kreisverband müsse daher ein Ausschlussverfahren auf den Weg bringen, heißt es in dem am Donnerstag bekannt gewordenen Brief weiter, den Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Migration und Flucht der Berliner Grünen initiiert haben.

Palmer hat seine Partei in den vergangenen Jahren immer wieder mit provokanten Äußerungen gereizt, unter anderem zur Asylpolitik. Zuletzt hatte er mit Kritik an einer Werbekampagne der Bahn für Empörung gesorgt. Die Bahn wirbt auf ihrer Internetseite mit Bildern von Reisenden mit unterschiedlichen Hautfarben. Nach Meinung Palmers bildet das nicht die Gesellschaft ab.