Nach Erdbeben in Kroatien Hilfskonvoi aus Baden-Württemberg wird mit Applaus empfangen

Viele Organisationen im Südwesten haben Hilfsgüter für Kroatien gesammelt. (Bild vom 1. Januar in Bad Krozingen) Foto: dpa/Philipp von Ditfurth
Viele Organisationen im Südwesten haben Hilfsgüter für Kroatien gesammelt. (Bild vom 1. Januar in Bad Krozingen) Foto: dpa/Philipp von Ditfurth

Nach den Erdbeben in Kroatien ist ein neuer Hilfskonvoi aus Baden-Württemberg in den betroffenen Gebieten angekommen. Mehrere Organisationen hat zu Spenden aufgerufen.

Baltmannsweiler/Zagreb - Nach dem starken Erdbeben in Kroatien hat ein Hilfskonvoi des baden-württembergischen Malteser Hilfsdienstes, des Deutschen Roten Kreuzes und mehrerer Feuerwehren Hilfsgüter in die betroffene Region gebracht. Spontan hätten sich bei der Aktion „Aichtal hilft“ helfende Hände und Spenden gefunden, die am Wochenende in die Region Sisak gebracht worden seien, sagte Sven Kohls vom DRK-Ortsverein Baltmannsweiler am Dienstag. Nach 850 Kilometern und 12 Stunden Fahrt sei der Hilfskonvoi aus 16 Fahrzeugen mit Masken, Schutzkleidung und Schlafsäcken sowie Geräten der Feuerwehr im Erdbebengebiet von applaudierenden Menschen am Straßenrand empfangen worden.

Lesen Sie hier: Große Hilfsbereitschaft aus Stuttgart nach dem Erdbeben in Kroatien

Das Beben hat in der Ortschaft Novo Selo Glinsko vor allem Dächer abgedeckt und eine Kirche zerstört. „Die Leute können nicht mehr in ihre Häuser zurück“, sagte Kohls. „Und sie wollen es wegen der Nachbeben auch nicht.“ Eine zweite Aktion mit Hilfsgütern im Februar sei bereits in Planung.

Spendenaufruf in Stuttgart

In Baden-Württemberg hatten der Landesfeuerwehrverband und die kroatische Gemeinde in Stuttgart Spendenaufrufe gestartet. Die Aktion wurde anschließend vom Aichtaler Bürgermeister Sebastian Kurz organisiert. Beteiligt waren unter anderem die Malteser Neckar-Alb, das DRK Esslingen, das DRK aus Baltmannsweiler und Wernau und mehrere Feuerwehren.

Das Erdbeben hatte am Dienstag vergangener Woche die Zentralregion des EU- und Urlaubslands Kroatien erschüttert. Betroffen waren die Kleinstädte Sisak, Petrinja und Glina sowie dazwischen liegende Dörfer. Sieben Menschen waren ums Leben gekommen. 

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