Erneut hat sich auf einem russischen Militärstützpunkt auf der Krim eine Explosion ereignet. Nach russischen Angaben handelte es sich dabei um einen „Sabotageakt“.

Die Explosionen in einem russischen Militärstützpunkt auf der Krim sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau auf einen „Sabotageakt“ zurückzuführen. Das im Norden der annektierten Halbinsel gelegene Munitionsdepot sei beschädigt worden, ebenso wie zivile Infrastruktur, darunter eine Hochspannungsleitung, ein Kraftwerk, eine Eisenbahnstrecke und mehrere Häuser, hieß es in der von den russischen Nachrichtenagenturen zitierten Erklärung weiter. Wer dahinter stehen könnte, ließ die Erklärung offen.

Zwei Zivilisten verletzt

Den russischen Angaben zufolge hatte ein Brand am Dienstagmorgen gegen 05.15 Uhr (MESZ) die Explosion in dem provisorischen Waffenlager ausgelöst. Laut dem Gouverneur der Krim, Sergej Aksjonow, wurden zwei Zivilisten verletzt und die Bewohner eines angrenzenden Dorfs in Sicherheit gebracht.

Der Leiter des ukrainischen Präsidialamts, Andrij Jermak, bezeichnete die Explosion im Online-Dienst Telegram als eine „Operation ‚Entmilitarisierung’„ und lobte sie als „Meisterleistung der ukrainischen Streitkräfte“. Diese würden ihre Arbeit fortsetzen, bis alle ukrainischen Gebiete „vollständig befreit“ seien. 

Berater äußert sich zu Explosion

Der Berater des ukrainischen Präsidenten, Mychailo Podoljak, erklärte auf Telegram, „in einem normalen Land“ stünde die Krim für Meer, Berge, Erholung und Tourismus. „Aber die von den Russen besetzte Krim bedeutet explodierende Munitionsdepots und ein hohes Sterberisiko für die Invasoren und Diebe“.

Erst vor einer Woche war auf dem Gelände einer russischen Luftwaffenbasis im Westen der Krim nach Angaben Moskaus ein Munitionsdepot explodiert. Dabei wurden nach Angaben der Behörden ein Mensch getötet und mehrere verletzt.