Nach Flugzeugabsturz bei Waldburg Flugzeugwrack geborgen - Untersuchung folgt

Von red/dpa/lsw 

Ein Kleinflugzeug mit drei Menschen an Bord stürzt über einem Wald bei Ravensburg ab. Alle sterben. Ist das Wetter schuld? Oder die Technik? Das soll nun die Untersuchung der Wrackteile klären.

Das Kleinflugzeug war am Donnerstag abgestürzt. Foto: dpa
Das Kleinflugzeug war am Donnerstag abgestürzt. Foto: dpa

Waldburg - Nach dem Flugzeugabsturz mit drei Toten in der Nähe des Bodensees sind die Wrackteile am Wochenende geborgen worden. Auf der Suche nach der Unglücksursache sollen nun Experten die einzelnen Teile prüfen. Die Wrackteile mussten möglichst vorsichtig von der Unfallstelle entfernt werden, um weitere Beschädigungen zu vermeiden, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag.

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) analysiert die Trümmer, was einige Wochen dauern kann. Dazu soll das Wrack in einem Hangar der Behörde im niedersächsischen Braunschweig witterungsgeschützt ausgelegt werden.

Drei Männer kamen ums Leben

Warum das kleine Flugzeug am Donnerstagabend abgestürzt war, ist nach Angaben der Polizei weiter unklar. Die in Hessen gestartete Cessna war gegen 18.15 Uhr in einem schwer zugänglichen Wald bei Waldburg (Kreis Ravensburg) verunglückt.

Drei Männer kamen ums Leben - unter ihnen ist der Thermen-Investor Josef Wund (79). Außerdem starben nach Polizeiangaben der 45 Jahre alte Pilot aus dem österreichischen Vorarlberg sowie ein 49-Jähriger aus Wien. Das Luftfahrt-Portal „Austrian Aviation Net“ berichtete, unter den drei Toten sei der Chef eines österreichischen Lufttaxi-Unternehmens. Die Polizei bestätigte das zunächst nicht.

Bergungsmaßnahmen mussten unterbrochen werden

Zum Unglückszeitpunkt war es dunkel, in der Region hatte es nach Polizeiangaben geschneit. In der Nacht zum Freitag mussten die Bergungsmaßnahmen wegen der widrigen Witterungsbedingungen unterbrochen werden. Ob die kleine Maschine wegen des Wetters abstürzte, sei aber nur eine der möglichen Ursachen, hatte ein Polizeisprecher nach dem Unglück betont.

Erst im Sommer war in der Region am Bodensee ein Kleinflugzeug abgestürzt. Eine Propellermaschine vom Typ Piper Malibu war im August mit zwei Menschen an Bord in Zürich gestartet und wenig später nahe der Insel Mainau ins Wasser gestürzt. Der 74 Jahre alte Pilot und seine 75 Jahre alte Partnerin - beide Schweizer - starben. Die Ursache des Unglücks ist auch mehrere Monate später noch unklar, der Abschlussbericht der BFU liegt noch nicht vor.