Nach Häufung von Hand-Fehlbildungen Baden-Württemberg befragt alle Geburtskliniken

Von Norbert Wallet 

Nach einer Häufung von Handfehlbildungen bei Neugeborenen in einer Gelsenkirchener Klinik hat das baden-württembergische Gesundheitsministerium eine landesweite Umfrage bei Kliniken gestartet.

An einer Klinik ist es zu einer Häufung von Handfehlbildungen bei Babys gekommen. Foto: dpa/Sina Schuldt
An einer Klinik ist es zu einer Häufung von Handfehlbildungen bei Babys gekommen. Foto: dpa/Sina Schuldt

Stuttgart - Auch in Baden-Württemberg werden nun alle Kliniken mit Geburtsabteilungen danach befragt, ob in ihrer Einrichtung eine Häufung von Hand-Fehlbildungen bei Neugeborenen zu beobachten ist. Das bestätigte ein Sprecher des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums unserer Zeitung. Die Nachfragen sind notwendig, weil es deutschlandweit kein Melderegister für derartige Fälle gibt.

Mögliche Häufung von Fehlbildungen in Nordrhein-Westfalen

Hintergrund ist eine mögliche Häufung solcher Fehlbildungen in NRW. In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass in einer Klinik in Gelsenkirchen im Zeitraum von Juni bis Anfang September drei Säuglinge mit fehlgebildeten Händen geboren worden waren. Darauf leitete das zuständige Ministerium eine landesweite Abfrage ein. Diesem Vorbild folgt nun Baden-Württemberg. Benutzt wird dabei ein von NRW ausgearbeiteter Fragebogen, teilte das Landesgesundheitsministerium mit. Durchgeführt wird die Befragung von der Krankenhausgesellschaft des Landes.

Auch das bayerische Gesundheitsministerium will bei allen bayerischen Geburtskliniken eine Abfrage starten.